Afrika

Nach den massiven Protesten im letzten Jahr gegen die ohnehin schon hohen Lebenshaltungskosten, bei denen mehr als tausend Menschen inhaftiert und mehr als hundert getötet wurden, sind in den letzten Tagen erneut massive Proteste in Südafrika ausgebrochen. Tausende Menschen gingen am Montag auf die Straße, protestierten, blockierten Straßen, konfrontierten die Polizei und zündeten Regierungsgebäude an.

Wir veröffentlichen eine inoffizielle Übersetzung eines Artikels der demokratischen Zeitung A Nova Democracia aus Brasilien, die uns geschickt wurde.

Wir publizieren eine inoffizielle Übersetzung eines Artikels der Genossen von AND aus Brasilien über derzeitige Kämpfe in Angola.

 

Drei Arbeiter des chinesischen Bauunternehmens China Ghezouba Group Company Limited (CGGC) wurden am 26. Mai bei einem Protest für bessere Arbeitsbedingungen und Lohnerhöhungen in der Provinz Kwanza Norte von der angolanischen Nationalpolizei (PNA) getötet.

In der ehemaligen französischen Kolonie Tschad kam es am vergangenen Samstag, dem 14. April, zu Demonstrationen von hunderten von Menschen gegen Frankreich. Im Tschad war vor etwa einem Jahr der Machthaber Idriss Déby nach über 30 Jahren nach seiner Machtergreifung durch einen Putsch verstorben.

Seit dem Sommer 2021 kämpft das Volk der ehemaligen englischen Kolonie Eswatiti (ehemalig Swaziland) gegen ihren absoluten König Mswati III, der in Gold und Seide lebt, während das Volk hungert. Dabei ist das Land wirtschaftlich fast komplett abhängig von Südafrika. Das der Yankee-Imperialismus dort das sagen hat, zeigt, dass 40% des BIP von Eswatiti von der Coca Cola Companyabhängen.

Bei einem Treffen mit Vertretern der „Subsahara-Afrika-Initiative“ hat Merkel die deutsche Marschrichtung in Afrika bekräftigt: „Afrika verfügt über so viele Marktpotenziale, die es aber auch besser zu nutzen gilt.“

In den vergangenen Wochen haben ruandische und mosambikanische Soldaten die Provinz Cabo Delgado im nordöstlichen Mosambik von Aufständischen zurückerobert. Diese Militärroperation, die von den Herrschenden als Schlag gegen „Islamisten“ inszeniert wird, richtete sich in Wahrheit gegen die tiefsten und breitesten Massen.

In Südafrika rebellieren die Massen mit Plünderungen von Geschäften und Angriffe auf staatliche Institutionen auf ihre elenden Lebensbedingungen. Über 110 Menschen starben und 1200 wurden verhaftet. In der bürgerlichen Presse wird der Aufstand als Reaktion auf die Verhaftung des ehemaligen Präsidenten Jacob Zuma gedeutet.