Dokumente

Genossen in Bremen haben im Arbeiterviertel Gröpelingen ein kurzes Interview mit dem Betreiber eines Dönerladens geführt, darüber wie die aktuelle Krise sich auf die Betreiber kleiner Läden auswirkt.

Obwohl nachwievor große Unklarheit darüber herrscht, ob Berliner Schulen nach den Osterferien wieder geöffnet werden, will die Berliner Senatsverwaltung stumpf an den ursprünglichen Terminen für die Abschlussprüfungen festhalten. Das bedeutet im wesentlichen Prüfungen bereits im Mai, nach 5-7 Wochen ohne Schule. Besonders hart trifft diese Gemeinheit die Kinder von Arbeitern, Hartz-IV-Beziehern und Geflüchteten, die Zuhause nicht über die nötige technische Infrastruktur für "Homeschooling" verfügen und keine Eltern haben, die ihnen mal eben das Plusquamperfekt erklären können (Dem Volke Dienen berichtete bereits).

Neben der verstärkten Präsenz auf den Straßen führt die Polizei in der BRD auch mehr Kontrollen und Schikane bei den Massen durch. Bekanntermaßen ist bereits die zweite Woche angebrochen in dem der Ausnahmezustand alias „Kontaktsperre“ und andere Maßnahmen hier in der BRD gelten.

Die Bourgeoisie in Deutschland (und auch in anderen Ländern) sieht in der Corona-Pandemie ein riesiges Geschenk. Alle möglichen Maßnahmen werden gerechtfertigt mit dem „Kampf  gegen das Virus“. Auch wird behauptet die Wirtschaftskrise sei eine Auswirkung der Pandemie, Jobs würden dem Virus zum Opfer fallen, Kurzarbeit sei die Schuld von Corona usw. Die Bourgeoisie wäscht ihre Hände in Unschuld und schiebt alles auf die Pandemie. Doch ein Blick in die nicht all zu ferne Vergangenheit zeigt uns, dass selbst bürgerliche Ökonomen schon letztes Jahr – bevor Corona überhaupt nur erahnt wurde – mit der Wirtschaftskrise gerechnet haben.

Wir veröffentlichen eine Leserzuschrift aus einem Bremer Arbeiterviertel.

Wir publizieren an dieser Stelle ein Interview mit einem Kollegen, der in einem Callcenter für ein Kreditinstitut arbeitet und über die jetzige Lage in seinem Betrieb berichtet.