Muhammad Yunus ist Nobelpreisträger. Er ist allseits beliebt, weil er sich hat einfallen lassen wie man auch die Ärmsten der Armen für den Dienst am Profit des Finanzkapitals einspannt. Für sogenannte Mikrokredite bekam er den Nobelpreis. Diese sind Kredite über im globalen Maßstab kleine und kleinste Beträge, um Arbeiter und Bauern in unterdrückten Nationen zu Kleingewerbetreibenden zu machen. Die Idee führte in Indien zu höheren Wachstumsraten beim Bankkapital und zu höheren Selbstmordraten in der Unterschicht.

Dieser Wissenschaftler vom Standpunkt der Bourgeoisie hat nun in einem Focus Interview seine akademische Ehre verloren. Denn er plagiiert den Vorsitzenden Mao Tse Tung:

„Der Reichtum ist so konzentriert, dass die Menschen darüber zunehmend frustriert und verärgert sind. Das wird sich wirtschaftlich, politisch und sozial niederschlagen. Es beginnt bereits: Es gibt schon Demonstrationen, etwa im Libanon, Frankreich und Chile. Und es reicht ein kleiner Funke, um die Menschen auf die Straße zu treiben, weil sie verärgert sind über ihre Situation. Und dabei geht es Frankreich zum Beispiel sogar gut, es ist ein reiches Land. Trotzdem leben die Menschen von Gehalt zu Gehalt und wenn mal was schief geht, stehen sie gleich vor einem großen Desaster.

[…] Kurz vor der Explosion. Der Ärger hat jetzt jahrzehntelang geschwelt, aber die Leute haben die Nase voll. Wir werden höchstens noch 30 Jahre haben. 2050 ist unsere Zeit um. Die Kaskade wird immer schneller.“ Quelle

In der Sache gibt dieser bürgerliche Wissenschaftler dem Vorsitzenden Mao Tse Tung Recht. Wir befinden uns in der Periode der 50 bis 100 Jahre in der der Imperialismus untergeht. Die Widersprüche spitzen sich zu; in den unterdrückten Nationen und in den imperialistischen Nationen. Die Massen wollen nicht mehr leben wie bisher.

Vom Standpunkt her steht Yunus aber auf Seiten der Bourgeoisie und betrachtet die Zuspitzung der Widersprüche nicht als Chance auf eine neue Welt ohne Ausbeutung und Unterdrückung, sondern als Bedrohung für die bestehende Welt, ihre Ordnung und ihre Profiteure. So wird er zum sozialdemokratischen bis faschistischen Warner, der die Herrschenden zum Handeln aufruft, um die Geschichte aufzuhalten. Doch es wird sich zeigen: Die Massen machen die Geschichte.