Wie unterschiedliche Medien übereinstimmend berichten, gab es am letzten Sonntag in Hamburg einen antisemitischen Anschlag auf einen in Hamburg lebenden Juden.

Zwar fabuliert die bürgerliche Presse über den Grund des Angreifers, und die Hamburger Polizei meldet auch sogleich, der Angreifer habe bei der Festnahme einen „verwirrten Eindruck“ gemacht, der in der Hosentasche gefundene Hakenkreuz-Zettel lassen indes jedoch keinen Zweifel an der Gesinnung und den Grund des Anschlags aufkommen: Ein versuchter Mord durch einen Nazi an einem Juden.

 

Durch die Charakterisierung „verwirrt“ (vgl. ebd.) suggeriert die Polizei Hamburg direkt, dass das faschistische Gedankengut wohl nur Nebensache, und der Täter ein möglicherweise unzurechnungsfähig und psychisch labiler Einzeltäter wäre, der bei psychischer Gesundheit den Anschlag wohl nie ausgeführt hätte. Die Polizei relativiert somit den Antisemitismus und spielt wie immer die Gefahr und die tatsächliche Realität des Nazismus in Deutschland runter. Das verwundert kaum, ist doch inzwischen Gemeinplatz, dass die Repressionsbehörden in Deutschland selbst von Nazis unterwandert sind.

 

Wir sagen, wie es ist: Nazis morden in der BRD. Sie sind keine verwirrten Einzeltäter, sondern organisiert und strukturiert. Der deutsche Staat schaut weg, wenn er nicht gerade selbst am Aufbau von militanten Nazigruppen beteiligt ist (VS). Dieser Staat schützt das Volk nicht, und besonders Migranten und religiöse Minderheiten sind neben politisch Aktiven und Revolutionären die Zielscheibe der Feinde des Volkes – namentlich der Nazis und Faschisten. Hierzulande gingen Staat und Nazis Hand in Hand. Das Zusammengehen kulminierte im Holocaust. Und wenngleich dieser bürgerliche Staat stets versucht sich ein geläutertes Antlitz zu verleihen, zeigt die alltägliche Praxis in der BRD, dass Staat und Nazis noch immer Hand in Hand gehen, und die BRD lediglich der Fortsetzer des Dritten Reichs in weißem Gewand ist.