Seit einigen Jahren gibt es immer mehr dubiose Dienstleister in den imperialistischen Ländern, die prominenten Personen, die ihre besten Tage hinter sich gelassen haben, dabei helfen, sich auf dem absolut untersten Niveau ein paar große Scheine dazuzuverdienen.

Die Rede ist von „persönlichen Grußbotschaften“, wo die Promis sich für eine völlig übertriebene Summe in einem meist nicht mal eine Minute langem Selfie-Video zum Affen machen, indem sie eine persönliche Grußbotschaft für den Kunden des Dienstleisters vortragen – ob nun Geburtstag, Hochzeit oder sonst was. Der Kunde gibt ein paar Infos zur beschenkten Person vor, und dann kann es losgehen. Ein Video von Lothar Matthäus auf „wewave“ kostet 250 Euro, die Hälfte davon spendet der großzügige Mann. Spenden sind in diesem faulen Geschäft stets Teil, um die ganze Sache ein bisschen humaner anzustreichen.

Seit kurzem wird die Sache nun nicht mehr nur mit Promis aus imperialistischen Ländern betrieben, sondern auch mit Menschen aus der dritten Welt. Es handelt sich um den Anbieter „Dance Greetings“, bei dem man sich nach selbigem Prinzip Grußbotschaften abholen kann, nur dass die Beschenkten in den imperialistischen Ländern sich, statt über dumme Promis, über Menschen aus unterdrückten Nationen, die wie Tiere zur Schau gestellt werden und von denen auch verlangt wird, dass sie sich so benehmen, amüsieren dürfen. Der Anbieter dieser Schweinerei unterhält zahlreiche Websites wie „dancegreetings.com“, „dancesgreetings.com“, „dancegreetingsafrica.com“, „blessingsfromafrica.com“, „vidwishes.com“, „dancewishe.com“ und „crazydancegreetings.com“; ist in den sozialen Netzwerken, z.B. TikTok, sehr präsent, und was die eigenen Angaben angeht extrem undurchsichtig; lediglich eine aus dem Vereinigten Königreich stammende hinterlegte Telefonnummer gibt mögliche Hinweise.

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Einige der „Tanzgruppen“ (Quelle: dancesgreetings.com / dancegreetings.com)

 

Bestellen kann man sich insbesondere oberkörperfreie Männergruppen aus Afrika, die als Wilderer, Fitnessteam, Krieger oder US-Sträflinge verkleidet fröhlich die diktierte Nachricht vorlesen und dazu tanzen; ansonsten auch aus Bangladesch – ebenfalls oberkörperfreie Männer, die „Faxen machen“ – oder aus Osteuropa, wo junge Frauen sich knapp bekleidet vor der Kamera prostituieren müssen. In den sozialen Medien gehen dann Memes rum wie von der afrikanischen Fitnessgruppe, die, an den Paten von Hamburg angelehnt, gemeinsam rufen „Olaf, mach Dönerpreis 5 Euro“. Das ist der parasitäre „Humor“ in den imperialistischen Ländern, wo man als „zivilisierter Mensch“ die „Barbaren“ rumtanzen sieht und sich darüber lustig machen kann. Stellte man auf den Weltausstellungen zu Beginn des letzten Jahrhunderts noch afrikanische Menschen in Käfigen aus, spielen die Imperialisten heute immer noch ihre abscheulichen chauvinistischen Spiele – mit den entsprechenden Grenzen, die das kämpfende Proletariat ihnen seitdem auflegen konnte. Dass solche Sachen existieren können und verbreitet werden, zeigt nur einmal mehr die Heuchelei und Verlogenheit der „gutmenschlichen“ Politbonzen der „westlichen“ Imperialisten, welche die schlimmsten Verbrechen hinter humanistischen Phrasen verstecken.