Mexiko:
Der Genosse Fidencio Aldama, der im Oktober 2016 verhaftet und für einen Mord, den er nicht begangen hat, zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt wurde, ist jetzt frei und wurde von einem Bundesgericht für unschuldig erklärt. Fidencio Aldama, der Mitglied des indigenen Yaqui-Volkes ist und ein Gegner des imperialistischen Megaprojekts der Sonora-Gaspipeline ist wurde bis zum 15. Juli diesen Jahres im Rahmen des Kampfes der Gemeinde von Lomas de Bacum inhaftiert. Die Gemeinde, welches von dem imperialistischen Megaprojekt besonders hart betroffen ist, ist regelmäßig Angriffen durch Gruppen ausgesetzt die durch eine Tochterfirma des US-Unternehmens Sempra Energy, bezahlt werden. Angriffe bei denen auch Mitglieder des Widerstandes verwundet. Entführt und getötet wurden.

Wie zuletzt schon angekündigt, fanden im Bundesstaat Oaxaca das indigene und afromexikanische Volksfest Guelaguetza statt. Tausende Menschen aus den 16 indigenen Völkern und der afromexikanischen Gemeinde Oaxacas versammelten sich zum Volksfest um mit Slogans, Graffitis, Flugblättern, Tänzen und Raketen das Fest zu einem Protestakt gegen  die Latifundien, den Kolonialismus und die Kommerzialisierung der angestammten Kulturen zu verwandeln und somit die Stärke und Vitalität der Volksbewegung zum Ausdruck zu bringen.

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Chile:
Am 13. Juli versammelten sich in der chilenischen Curicó Provinz im Mataquito-Tal großen Mengen an armen und mittleren Bauern, Landarbeitern und anderen Sektoren der armen Volksmassen die nach den Überschwemmungen am Mataquito-Fluss ihre Ernten, Häuser, Tiere und landwirtschaftlichen Geräte verloren hatten. Die Bauern versammelten sich auf dem Hauptplatz der Stadt Villa Prat und besetzen unter Zuhilfenahme von Traktoren und Pferden die dortige Hauptstraße um ihre Forderungen nach wirtschaftlicher Hilfe für den Ersatz der verlorenen Ernten und zerstörten Materialien, Nachdruck zu verleihen. Für die nächste Zeit sind weitere Proteste angekündigt worden, dazu wurden Aufrufe verteilt nicht den bürgerlichen Politikern und den parlamentarischen Wahlen zu vertrauen und stattdessen für eine unabhängige Führung der Bewegung zu kämpfen, welche sicherstellt das nicht aufgegeben wird bis die Forderungen durchgesetzt werden.

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Brasilien:
Am Nachmittag des 21. Juli blockierten dutzende Bewohner des Viertels Bom Juá in Salvador im Bundesstaat Bahia beide Richtungen der Straße Avenida Barros Reis, um gegen die Ermordung eines schwarzen Arbeiters durch die Militärpolizei in der Nacht zuvor zu protestieren. Die Anwohner setzen Reifen in Brand und widersetzten sich mit Parolen und Plakaten stundenlang den Anweisungen der Militärpolizei die Straße zu räumen.

Die Familie des Arbeiters verurteilte die Geschichte eines Abgeordneten über seine Ermordung. Der Militärpolizei behauptete, Polizeibeamte hätten den jungen Mann bei einer Patrouille erschossen aufgefunden, nachdem er mit einer Gruppe bewaffneter Verdächtiger zusammengestoßen war. Es wurde nicht berichtet, dass Polizeibeamte oder Fahrzeuge bei der angeblichen Konfrontation getroffen wurden.

Laut der revolutionären Zeitung A Nova Democracia ist Bahia der Bundesstaat mit den meisten Polizistenmorden in Brasilien. So gab es in Bahia im vergangenen Jahr insgesamt 1.464 polizeiliche Tötungen. Zusammen mit Rio de Janeiro, das 1.330 Fälle verzeichnete, sind dies 43 % aller durch Polizisten verursachten Todesfälle in Brasilien im vergangenen Jahr.

Die Bewohner des Viertels in dem der Mechaniker lebte prangern an das die Polizei in die Gemeinden kommt um unter den Deckmantel der Verbrechensbekämpfung unschuldige Menschen zu töten, wobei sie besonders gegen schwarze Arbeiter vorgehen.

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