Am 23. Oktober jährte sich der letzte Versuch der Machtergreifung der Arbeiterklasse in Deutschland zum 100. Mal. Dieses Jubiläum des Hamburger Aufstands verdeutlichte die Notwendigkeit des Kampfes für die Rekonstitution der Kommunistischen Partei Deutschlands noch einmal. So begann der Rote Bund in diesem Zusammenhang bereits ab August eine umfassende Kampagne, die dazu beitrug das Thema in der revolutionären Bewegung der BRD auf die Tagesordnung zu setzen.

 

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Höhepunkt der Kampagne war eine Demonstration des Roten Bundes in Hamburg, die am historischen Datum des Aufstandsbeginns durch eines der Viertel zog, in denen die Kämpfe in den Aufstandstagen am heftigsten tobten. Kraftvoll und lautstark zogen die um die 100 Teilnehmer von der Haltestelle Barmbek über Denhaide und Von-Essen-Straße nach Friedrichsberg. Unterstützt wurde die Demonstration auch durch Genossen von Young Struggle, der FDJ, anderen Genossen aus der revolutionären Bewegung und internationalistischen Genossen. Unter der Parole „100 Jahre Hamburger Aufstand – Rotes Hamburg lebt und kämpft!“ wurde die historische Fahne der KPD Seite an Seite mit der Fahne der proletarischen Vorhut in Formierung in Deutschland heute, getragen. Auch einige Fahnen des Internationalen Kommunistischen Bundes wurden getragen. Zur Ehrung der Gefallenen Helden des Hamburger Aufstands wurden ihre Namen ausgerufen, worauf die Demonstranten jeweils mit einem kämpferischen „Hier im Kampf!“ antworteten. Auch die Rolle Ernst Thälmanns im Kampf der Arbeiterklasse in Deutschland wurde – wie in der gesamten Kampagne – ausdrücklich hervorgehoben.

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Mit dem scheinheiligen Vorwand, Teilnehmer hätten sich „maskiert“ stoppte die Polizei die Demonstration nach der Zwischenkundgebung an der Denhaide und blockierte die Fortsetzung für einige Zeit unter Einsatz der Bereitschaftspolizei in voller Kampfmontur. Die Schikane der Polizei wurde lautstark von der Demonstration denunziert und schließlich konnte die Demonstration weiter marschieren. Die Hundertschaft blieb dennoch bis zum Ende der Demonstration als Versuch der Einschüchterung. So wurden alle Parolen und Redebeiträge akribisch dokumentiert, weitergefunkt und an höherer Stelle politisch und juristisch kontrolliert.

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Trotz der umfassenden Kampagne des Roten Bundes und dem frühen Aufruf zur Demonstration, hatten einige Kräfte, die zuvor zu keiner Demonstration aufgerufen hatten, kurzfristig und wenige Tage vor dem 23. Oktober zu einer „antifaschistischen, feministischen und klassenkämpferischen“ Demonstration zum gleichen Zeitpunkt mobilisiert. Dieses sektiererische Verhalten einiger Kräfte beeinflusste die Mobilisierung zur Demonstration negativ und verhinderte leider, dass die revolutionäre Bewegung an diesem Tag vereint marschieren konnte und somit die Feier dieses wichtigen Jubiläums der Arbeiterklasse in Deutschland noch kraftvoller gefeiert werden konnte.

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Auf der Demonstration des Roten Bundes fand auch die Fahne der palästinensischen nationalen Befreiungsbewegung ihren Platz in den Reihen der Demonstration. Ohne feige Vorbehalte wurde der Kampf des palästinensischen Volkes für seine Befreiung hochgehalten. Die Parolen, die derzeit vom deutschen imperialistischen Staat versucht werden zu unterdrücken, wurden gerufen. Das führte dazu, dass sich einige Menschen aus arabischen Ländern – vor allem Frauen – anschlossen und ebenfalls ihre eigene Palästinafahne mitbrachten. Sie denunzierten wie ihr Protest bereits mehrfach durch die Polizei unterdrückt wurde und stellten sich freudig an die Seite der Demonstration.

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Die Demonstration ehrte somit würdevoll und kämpferisch die gefallenen Kämpfer der Arbeiterklasse aus jenen Oktobertagen vor 100 Jahren. Das Rote Hamburg lebt und kämpft.


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