Letzte Woche Mittwoch wurde bei der Hamburger Aktivistin und Autorin Anja Flach von den Hamburger Repressionsorganen eine Hausdurchsuchung durchgeführt, weil diese auf Twitter das Foto eines in Kurdistan gefallenen Guerillas der PKK veröffentliche. Anja ist seit Jahren im Umfeld internationalistischer Solidaritätsarbeit und demokratischer Kämpfe aktiv, ist als Journalistin für ANF Tätigung und mehrfache Buchautorin.

Der Angriff auf Anja, „begründet“ durch das Verteilen eines Fotos auf Twitter, ist Einschüchterungsversuch und ein Versuch, Berichterstattung zu verhindern, den wir auf das schärfste Verurteilen!

Zum konkreten Fall: Am 9. Juli 2018 wurde Siyar Gabar bei einem Luftschlag in der Nähe der türkisch-iranischen Grenze von der türkischen Armee getötet. Mit 18 schloss es sich der Guerilla an. Er war grade einmal 24 als er starb. Dass die deutschen „Sicherheits“behörden ausgerechnet in dem Fall der Veröffentlichung seines Fotos so wehement zuschlagen hängt mit Sicherheit auch damit zusammen, dass Siyar mit bürgerlichem Namen Jakob Riemer hieß und aus Hamburg kam, von wo Anja auch ein Foto von ihm veröffentlichte (St. Pauli/Hein-Köllisch-Platz). Und was setzt das für ein Beispiel und Gedankenanstoß wenn sich ein 18 jähriger Deutscher (aus einer Stadt, die in der BRD wie momentan kaum eine andere mit der linken Bewegung, Stichwort G20, in Zusammenhang gebracht wird) dazu entschließt mit der Waffe in der Hand und sein Leben aufs Spiel setzend gegen die bestehenden Verhältnisse und Ungerechtigkeiten zu kämpfen? Die Antwort auf diese Frage ist, was die Behörden in Deutschland fürchten.

Das Anja durch ihr Foto aufzeigt hat, dass es sich bei denen die in der Türkei bzw. Syrien im Kampf fallen nicht um irgendwelche Fremden, sondern um Leute aus unseren Städten, aus unseren Viertel handelt ist wichtig und gut. Gegen die Repression der Bullen und Geheimdienste unsere Solidarität!