Gestern überraschte eine kleine Gruppe von Revolutionären in Austin Heidi Sloan, die Kandidatin für das Repräsentantenhaus der „Demokratischen Sozialisten Amerikas“ (DSA), und überschüttete sie mit Flugblättern zum diesjährigen Wahlboykott und mit Farbe gefüllten Eiern. Andern Orts in der Stadt sind bereits die ersten Plakate und Graffiti aufgetaucht, die ebenfalls zum Boykott der Wahlen und zum Kampf für die Revolution aufrufen.

Die sozialdemokratische DSA ist bekannt dafür, dass sie sich revolutionär gibt aber gleichzeitig einen wichtigen Dienst für den US-Imperialismus leistet, indem sie den Zorn der Massen in die alten, ausgetretenen Pfade des Parlamentarismus lenkt. Dabei geht sie soweit, sogar Kandidaten der Demokraten wie Obama zu unterstützen oder für die Grünen oder parlamentarische Kretins wie Sanders zu mobilisieren. Ihre Sektion in Austin ist sogar soweit gegangen, einen Funktionär der Polizeigewerkschaft als nationalen DSA-Repräsentanten vorzuschlagen – und all das, während sie behaupteten, „progressiv“ oder sogar „revolutionär“ zu sein. Ihr Hass auf alles Revolutionäre geht so weit, dass sie sich in der vergangenen Woche Montag auf einer Antifa-Kundgebung lieber dazu entschlossen hat, die Einheit der Antifaschisten zu untergraben um ihre Agenda zu fördern, als darum die Faschisten zu bekämpfen oder zumindest Solidarität mit denjenigen zu zeigen, die sich nicht von den Faschos und Bullen haben einschüchtern lassen.

Boykott 2020 DSA

Das Eindecken der DSA-Kandidatin mit Flugblättern und Farbe ist jedoch nicht die einzige Aktion, die bei der Entwicklung der Boykottkampagne in Austin durchgeführt wurde. In den Straßen rund um den Givens Park, einem historischen Viertel der schwarzen Arbeiterklasse, waren an Wänden und Schaltkästen Graffiti und Flugblätter zum Wahlboykott zu finden, mit Parolen wie „Wählt nicht! Kämpft für die Revolution!“ und “Wahlen, nein! Revolution, ja!“.

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