Kategorie: Lateinamerika

( Faschismus )

Vor sechs Tagen, am Abend des 1. Juli hat das brasilianische Militär mit großem Prunk eine Gedenkzeremonie für ex-Wehrmachtssoldat Major Eduard Ernst Thilo Otto Maximilian von Westernhagen. Das Gedenken an von Westernhagen, so die offizielle Pressemitteilung der Armee zu der Veranstaltung, sei wichtig für den heutigen Kampf gegen den Terrorismus. Auf den Tag genau vor 51 Jahren war von Westernhagen in den Straßen Rios in einem Hinterhalt erschossen worden.

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Brasilien war 21 Jahre unter faschistischer Militärdiktatur. Die Faschisten drangsalierten das Volk mit Repressalien, es kam zu Massenmorden an Indigenen am Amazonas und starken Einschränkungen bürgerlicher Rechte und Repressionen, welche vor allem linke Kräfte trafen. Seit dem Jahr 1953 ist Volkswagen in Brasilien aktiv. Derzeit arbeiten 20.000 Menschen in Brasilien bei VW. Es ist bekannt, dass VW von 1964 bis 1985 Mitarbeiter ausspionierte und Informationen an Agenten des alten Staats weiter gab. Daraufhin wurden mehrere Mitarbeiter festgenommen und gefoltert, welche sich für die rechte der Arbeiter einsetzten. Dies soll nach Berichten der Opfer sogar von der politischen Polizei auf dem VW Werkgelände geschehen sein.

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Am vergangen Sonntag wurde bei einer Stichwahl Jair Bolsonaro zum neuen Präsidenten Brasiliens gewählt. Der faschistische Präsident und Lakai des US-Imperialismus macht in der deutschen bürgerlichen Presse schon länger von sich reden. Er wird dort als „Trump der Tropen“ bezeichnet. Mit Äußerungen wie „Pinochet hätte mehr Leute umbringen sollen“ oder „Ein Polizist, der nicht tötet, ist kein Polizist" macht er sich hierzulande in der bürgerlichen Öffentlichkeit nicht sonderlich bliebt – mit einer Ausnahme: Deutsche Imperialisten.

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