Kategorie: Lateinamerika

Seit über 37 Tagen befinden sich in dem Lebensmittelhersteller Alfa Chilena in Chile die Arbeiter im Streik. Für das Unternehmen ist es der erste Streik seit 50 Jahren. Die Arbeiter wehren sich mit dem Streik gegen die Arbeitsbedingungen, denen sie ausgesetzt sind, dazu gehören unter anderem Praktiken wie Anschreien und eiskaltes Wasser in den Duschen. Organisiert sind die Arbeiter in einer kleinen Gewerkschaft, die 2012 gegründet wurde und 37 Mitglieder umfasst. Davon verharren bis jetzt 25 im Streik. Unterstützt wird der Streik auch von der Nationalen Arbeiterkonföderation (CNT), einer linken Gewerkschaft in Chile.

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Am 21. Mai hielt die amtierende Präsidentin Chiles, Michelle Bachelet, die alljährliche Rede zur Lage der Nation. Traditionell ist der Tag der Rede auch ein Tag an dem viele Menschen gegen die sich immer weiter verschlechternden Lebensbedingungen in Chile protestieren. Und wie immer wenn das chilenische Volk sich in Protest gegen seine bürokrat-kapitalistische Regierung erhebt kam es auch diesmal zu Auseinandersetzungen mit den Beschützern der Regierungskoalition. Die Demonstranten warfen Steine und Mollis und attackierten die Polizei mit Stöcken. Die wiederum schlug mit ihrer Übermacht hart zurück, setzte Tränengas und Wasserwerfer ein, es gab mindestens 37 Festnahmen. Im verlauf der Auseinandersetzungen geriet ein Gebäude in Brand und ein 71-jähriger Wachmann starb an den Folgen einer Rauchvergiftung. Die Regierung wies ohne Umschweife die Schuld den Demonstranten zu, Bachelet sagte die „Täter“ würden die Demokratie nicht respektieren.

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Für welche Demokratie die chilenische Regierung mit Bachelet an der Spitze steht ist dabei ganz deutlich. Die bürgerliche Demokratie als Form der Diktatur der Bourgeoisie, im Falle Chiles als unterdrückte Nation der imperialistischen Bourgeosie, die den bürokratischen Kapitalismus in Chile entfaltet. Und so plündern die imperialistsischen Länder die natürlichen Ressourcen Chiles hemmungslos aus. Chile besitzt die größten bekannten Kupfervorkommen der Welt (etwa 40% der weltweiten Vorkommen), vom gesamten Export Chiles macht Kupfer etwa 45% aus. Aber auch Obst und Holzprodukte werden aus Chile in großer menge exportiert. Die Länder in die Chile exportiert sind vor allem imperialistische Länder, allen voran die USA, aber auch die EU, Japan und China holen sich hier „ihren“ Anteil. Somit ist hier die stärke der Regierung vor allem davon abhängig wie angenehm sie die Ausplünderung für die imperialistischen Länder macht, interessnt beim Kupferexport ist dabei noch die Frage des Militärs, das seit 1958 direkt 10% der Einnahmen des Kupferexportes erhält, also sozusagen zu einem Teil direkt durch die imperialistischen Länder finanziert wird.

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Michelle Bachelet ist dabei geprägt durch ihren revisionistischen Lebenslauf. Sie ist die Tochter eines Luftwaffengenerals, der dem Revisionisten Salvador Allende auch während des faschistischen Putsches 1973 die Treue hielt. Allende selber war durch und durch dem parlamentarischen Kretinismus verfallen und lehnte die revolutionäre Gewalt konsequent ab, was ihm am Ende auch den Kopf kostete, als sich der US-Imperialismus seiner entledigen wollte. Bachelet studierte in Deutschland Medizin. Sie kehrte schon 1979 nach Chile zurück und trat der sozialdemokratischen „Sozialistischen Partei“ bei. Als Kandidatin der Wahlfront „Nueva Mayoría“ (Neue Mehrheit) wurde sie 2013 zur Präsidentin gewählt. Die „Nueva Mayoría“ ist ein Bündnis aus unterschiedlichen Revisionisten, wie der revisionistischen „Kommunistischen Partei“, aber auch die „Christliche Demokratische Partei“ ist mit im Boot. So sind die Revisionisten seit 2013 diejenigen, die für die Imperialisten die Ausbeutung des Volkes und des Landes vor Ort durchsetzen und organisieren. Immer wieder entlarven sie sich aber und das Volk kämpft gegen sie. Die Situation des Landes zeigt ganz deutlich, dass es für das chilenische Volk nur einen Weg der Befreung gibt: die demokratische Revolution.

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Am 4. Februar wurden die Verträge der „Transatlantische Partnerschaft“ (Trans-Pacific Partnership – TPP), ein Handelsabkommen zwischen dem Yankee-Imperialismus und den im oder am Atlantik liegenden Staaten Australien, Brunei, Chile, Japan, Kanada, Malaysia, Mexiko, Neuseeland, Peru, Singapur und Vietnam, von den beteiligten Regierungen unterzeichnet. Während sich hier bei den imperialistischen Mächten, die sich an dem Abkommen beteiligen der dritte Widerspruch auf Weltebene, der Kampf zwischen den Imperialisten zeigt, so ist doch der Hauptzweck des Vertrages die Unterdrückung der Völker in den halbfeudalen, halbkolonialen Ländern durch den Imperialismus – und damit der Hauptwiderspruch auf Weltebene.

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Am 15. Oktober nahmen über 60.000 Menschen an einer von der nationalen Studentenorganisation organisierten Demonstration zur Verbesserung des Bildungssystems teil. Demonstrationen in diesem Zusammenhang finden schon seit längerer Zeit mit großen Teilnehmerzahlen statt. Im Laufe der Demonstration kam es zu Auseinandersetzungen mit der Polizei, bei der gegen die mit Panzern agierenden Bullen unter anderem Steine, Farbbeutel und Molotowcocktails eingesetzt wurden.

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In Lota protestierten am 9. September hunderte Fischer, nachdem eine vom Staat versprochene Ausgleichszahlung monatelang ausblieb. Diese war zur Kompensation von verringerten Fangquoten, eine Maßname gegen den Klimawandel, versprochen worden. Die Protestierenden blockierten mehrere Straßen und attackierten die Bullen mit Steinen, nachdem diese versuchten die Blockaden mithilfe von Tränengas und Wasserwerfern aufzulösen. Die Proteste und Blockaden wurden auch in den folgenden Tagen fortgesetzt und knüpfen an frühere, massivere Proteste der Fischer in dieser Gegend an.

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Am 10. Juni gab es eine Massendemonstration  mit über 200.000 Teilnehmern, am Tag vor dem Eröffnungsspiel der Copa América, die dieses Jahr in Chile ausgetragen wird. Die Proteste in Chile nehmen kein Ende, auch die Militanz der Teilnehmer ist ungebrochen.

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Am 28. Mai gab es in vielen Städten Chiles wieder Demonstrationen, alleine in der Hauptstadt nahmen über 100.000 Menschen teil. Der Grund für die Wut des Volkes hat sich nicht geändert, wie schon bei den Demonstrationen am  geht es um eine gerechtere Bildungspolitik, zudem wird den Ermordeten und Verletzten vergangener14. Mai Demonstrationen gedacht.
Auch diese Demonstration wurde massiv von den Bullen angegriffen, Barrikaden, Zerstörungen und Plünderungen konnten sie aber nicht verhindern.

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Nach den Demonstrationen, bei denen auch zwei Jugendliche erschossen wurden, gab es weitere Demonstrationen, die von den Bullen massiv angegriffen wurden. Am 18. Mai gab es in der Hafenstadt Valparaíso Ausschreitungen von Fischern, die gemeinsam die hochgerüsteten Polizeikräfte attackierten.

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In Chile gab es am 14. Mai landesweit Proteste für eine Bildungsreform. In Santiago waren mehr als 150.000 Menschen auf der Straße, dabei kam es wie auch schon am 16. April zu massiven Auseinandersetzungen mit der Polizei, bei denen Molotovcocktails und Steine gegen Panzerwagen der Bullen flogen, die auch mit Stangen und Knüppeln angegriffen wurden.
Die Proteste fanden unter anderem auch in Concepcion und Valparaiso statt, in letzterem wurden zwei Jugendliche am Rande der Demonstration erschossen, als sie Graffiti an einer Häuserwand anbrachten.

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Anlässlich des von der Regierung nicht anerkannten „Tages des jungen Kombattanten”, der jedes Jahr am 29. März in Erinnerung an zwei von der Reaktion ermordete Militante von den Menschen der Armen- und Arbeiterviertel hochgehalten wird, kam es auch diesem Jahr wieder zu lang andauernden Kämpfen in der chilenischen Hauptstadt Santiago. Jugendliche und Bewohner versuchten die Polizei aus den Vierteln zu vertreiben und griffen diese mit Molotow-Cocktails, Steinen, Laserpointern und Feuerwerk an. Weite Straßenzüge wurden mit brennenden Barrikaden für Polizeifahrzeuge unpassierbar gemacht. Der sich seit langem anstauende Hass gegen die Bullen entlud sich dieses Jahr sogar in höherer Form als sonst mit der gezielten Ermordung eines Polizisten. Nachdem dieser und seine Kollegen in ihrem Fahrzeug sitzend unter Feuer genommen wurden und versuchten aus ihrem Vehikel zu fliehen, erwischte es einen von ihnen am Hals. Drei weitere Polizisten wurden bei separaten Vorfällen durch Schüsse verletzt. Wir sehen diesen Kampf der Massen gegen den Terror der Bullen und der Reaktion als einen gerechtfertigten Kampf und sind zuversichtlich, dass sich dieser Kampf in unmittelbarer Zukunft intensivieren wird.

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