Am 19. Januar protestierten die Bewohner des Viertels Parque Vitória Régia, Sao Paulo, gegen den Mord an einem Jugendlichen durch Polizeikräfte.

Der 18-jährige Guilherme Mateus Camargo verschwand am 17. Januar. Laut angaben der Behörden war er auf der Flucht vor der Stadtpolizei, als er in einen Wald rannte. Zwei Tage später wurde seine Leiche gefunden.

Als Reaktion auf diesen Mord hielten die Bewohner des Viertels in welchem er lebte eine Demonstration ab. Die wütenden Massen errichteten Barrikaden und verbrannten Autoreifen und blockierten so eine der Hauptstraßen des Viertels. Außerdem wurde ein Wagen eines reaktionären TV-Senders mit Steinen angegriffen.

Anwohner verbrannten Reifen im Viertel Vitória Régia in Sorocaba - Foto: Personal Archive

In der Nacht konfiszierten Demonstranten zwei Omnibus, stellten sie auf einer Brücke ab und setzten die Busse in Brand.  Des weiteren wurden zwei LKW einer Firma die für die Stadt Sao Paulo arbeitet angezündet. Am nächsten Tag, dem 20. Januar, wurde der Busverkehr in der gesamten Nachbarschaft, aus Angst vor weiteren Angriffen, ausgesetzt, bzw. fand nur unter Polizeieskorte statt.

Nach Angaben der Polizei gab es mindestens drei Festnahmen. Aber keine Form des reaktionären Terrors ist in der Lage den heldenhaften Kampf des brasilianischen Volkes zu brechen, im Gegenteil es befeuert ihn.