Kategorie: Europa

( Oury Jalloh )

Es ist jetzt fast 15 Jahre her, dass der aus Sierra Leone stammende Asylbewerber Oury Jalloh in einer Dessauer Polizeizelle verbrannte. Seit diesen fast 15 Jahren behaupten die Institutionen des sogenannten Rechtsstaats, dass sich der Gefesselte in der Zelle selbst angezündet hätte. Trotz dieser frechen Behauptungen und juristischen Widerstände kämpfen Aktivisten weiter für die Aufklärung dieses Falles und Gerechtigkeit für Oury und seine Angehörigen. Die „Initiative Oury Jalloh“ hat nun ein weiteres unabhängiges Gutachten zu seiner Todesnacht veröffentlich.

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Am Ostersonntag wollte der 34-Jährige Psychiatriepatient Tonou-Mbobda nur eine Zigarette rauchen, kurz darauf lag er im künstlichen Koma. Eine Mitarbeiterin des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf sowie drei Sicherheitsmitarbeiter forderten ihn auf ein Medikament zu nehmen. Er weigert sich, daraufhin haben sie ihn gegen seinen willen am Boden fixiert und die Mitarbeiterin verabreichte ihm ein Beruhigungsmittel. Das Vorgehen wurde von Augenzeugen als äußerst Brutal beschrieben.

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Kaum überraschend traf am Donnerstag die Generalstaatsanwalt Sachsen-Anhalt die Entscheidung, im Verfahren um den Tod Oury Jallohs nicht erneut Untersuchungen anzustellen. Oury Jalloh wurde vor beinahe 14 Jahren, am 7. Januar 2005, bei lebendigem Leibe von den Bullen in Zelle 5 der Polizeiwache in Dessau verbrannt. Seit dem kämpfen Freunde, Familie und Aktivisten darum, dass sein Mord als ein solcher anerkannt wird, denn seit damals sind sich Bullen und Justiz einig darin, dass sich um ein Versehen oder einen Selbstmord, definitiv aber keine Mord, handelt.

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Am 29. September starb in Bochum erneut ein Migrant in Folge von Verbrennungen die er in Polizeigewahrsam erlitten hat. Der 26 Jährige wurde von der Polizei in Geldern inhaftiert, nach dem er in eine Personalienkontrolle der Bullen geraten war und sein Name angeblich mit dem eines Gesuchten in einem anderen Bundesland übereinstimmte. Daraufhin wurde Ahmad von den Bullen über einen Monat festgehalten. Am 17. September kam es zu einem Feuer in seiner Zelle. Wir auch im Fall Oury Jalloh, schalteten die Bullen den Feueralarm ab und reagierten zu spät. Ahmad war unschuldig. Es hätte eine Verwechselung gegeben beteuern die Bullen jetzt, weil der Name dem Decknamen eines Gesuchten ähnlich sei. Der ganze Fall zeigt doch sehr deutlich die alltägliche rassistische Polizeigewalt und die gängige Praxis der Bullen und Schließer. Die Parallelen zum Fall Oury Jalloh sind unübersehbar.

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Am 7. Januar begingen bis zu 5000 Menschen die jährliche Gedenkdemonstration an Oury Jalloh in Dessau. Schon dreizehnten Mal jährte sich der Tag seit der Ermordung Oury Jallohs in deutschem Polizeigewahrsam 2005. Und wieder war die Demonstration nicht eine bloße Trauerfeier über das Leben, dass vor dreizehn Jahren genommen wurde. Die Demonstration – die nicht nur von der Teilnehmerzahl her die stärkste jemals war – setzte wieder und noch stärker ein Zeichen im Kampf gegen imperialistischen Chauvinismus der BRD und seiner Repressionsorgane, von Polizei bis Justiz, die seit der Ermordung Oury Jallohs versuchen zu vertuschen, zu rechtfertigen und Aktivisten zu kriminalisieren.

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Wir dokumentieren hier eine Aktion, die am 7. Dezember in Magdeburg durchgeführt wurde:

Am 07.12.2017 besuchten Aktivist*innen einen Adventsauftritt des Vokalensembles der Magdeburger Polizei im Moritzhof. Es wurde durch Transparent, Sprechchöre und Flyer auf den Polizei- und Justizskandal um den Fall Oury Jalloh aufmerksam gemacht. Der Asylbewerber verbrannte in einer Dessauer Polizeizelle. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wurde Oury Jalloh von Polizisten ermordet.. Auch Mario Bichtemann und Hans-Jürgen Rose kamen dort unter mehr als fragwürdigen Umständen ums Leben. Ein Skandal, der immer noch von Polizei und Justiz vertuscht wird.

Oury Jalloh - das war Mord!

Am 7. Januar 2005 starb Oury Jalloh an Händen und Füßen gefesselt in einer Zelle der Polizei in Dessau. Er wurde verhaftet, weil er schwarz war. Er wurde gefoltert, weil er schwarz war. Er wurde bei lebendigem Leib verbrannt, weil er schwarz war. Anlässlich seines elften Todestages gab es verschiedene Aktionen in der BRD. Die zentrale war die jährlich stattfindende Demonstration in Dessau.

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