Seit gestern streiken Arbeiter in den Breichen Nahverkehr, Chemieindustrie, Bildung, Hafenlogistik, Hochschulbildung, Gesundheit und der Abfallentsorgung in Frankreich, und sie haben gestern ihren Streik bis heute fürs erste verlängert. Auslöser der Proteste ist die Kürzung der Rente. Das französische Rentensystem beinhaltet über 40 verschieden Pensionsformen. Nun will die Bourgeoisie unter dem Vorwand der „Vereinfachung“, dass Rentensystem vereinheitlichen, was in Wahrheit eine Anpassung aller Renten nach unten ist. Zwei Drittel des Volkes lehnen diese Reform ab. Die Massen in Frankreich nehmen diese Gesetzesänderung, die ihnen aufgezwungen wird, nicht einfach kampflos hin.

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Im ganzen Land gingen mehr als 1,5 Millionen Menschen auf die Straße davon 250.000 allein in Paris. Solch eine große Bewegung gab es in Frankreich seit 1995 nicht mehr zu sehen. In der Stadt blieb der Verkehr stehen – es bildete sich ein 350 Kilometer langer Stau. Im ganzen Land lag der Zugverkehr lahm, sieben Raffinerien waren im Streik, Häfen und Docks standen still, LKW-Fahrer organisierten Blockaden, Lehrer streikten und Schulen blieben geschlossen. In Paris wurden 6.000 Bullen gegen die Demonstranten eingesetzt, sie gingen mit Knüppeln und Tränengas gegen sie vor. Am für den 10. Dezember ist der nächste Streik geplant und wird voraussichtlich auch nicht der letzte in diesem Jahr sein.

Solidarität mit den streikenden in Frankreich!

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