Der Drogenhandel in der europäischen Union blüht, die geschätzten Umsätze sind so hoch wie nie.

 

Laut Schätzungen der EU lag der Umsatz durch illegale Rauschmittel innerhalb der europäischen Union bei mehr als 30 Milliarden Euro. Außerdem sollen mehr als 5.000 kriminelle Organisationen an dem Handel beteiligt sein.

 

Mehr als ein Drittel des Umsatzes werden durch den Handel mit Cannabis gemacht, jährlich werden mehr als 20.000 Cannabisplantagen in Europa hochgenommen. Außerdem wächst der Vertreib über das Darknet enorm. Auch wenn Cannabis eine sogenannte „weiche“ Droge ist stellt es trotzdem ein nicht unbeträchtliches Problem für die Arbeiterklasse, vor allem für die Arbeiterjugend, dar. Zum einen ist Cannabis verhältnismäßig günstig und lässt sich recht einfach mit dem Alltag vereinbaren. Es wirft einen nicht komplett aus der Bahn, wie Heroin und treibt einen nicht sofort in den finanziellen Ruin, wie Kokain. Aber regelmäßiger Konsum führt früher oder später in eine Abhängigkeit und dann wird es auch zu einem ökonomischen Problem. Aber vor allem macht kiffen lethargisch und gleichgültig und da liegt das größte Problem für unsere Klasse. Viele kiffen um mit diesem System klar zukommen, um den Kopf frei zu kriegen und sich zumindest ein paar Stunden mal keine Sorgen machen zu müssen. Aber wer lethargisch ist der kämpft auch nicht, der rebelliert nicht.

 

Das ist auch der Grund warum der Drogenhandel so floriert, ist ist vom Staat so gewollt. Gewissen Drogenhandel zuzulassen ist eine einfache und sichere Möglichkeit gegen revolutionäre Tendenzen anzugehen. Ein Beispiel, dass dies besonders deutlich Zeigt war die Einfuhr von Heroin in die armen, schwarzen Viertel der USA durch das FBI um die Black-Panther-Bewegung zu schwächen und zu zerschlagen. Genauso tut die Bourgeoisie ihren Teil dazu bei, besonders durch die Popkultur. Gerade im Hip-Hop, was in der BRD zur Zeit die mit Abstand kommerziell am erfolgreichsten ist, wird Kiffen und der Konsum anderer Drogen heroisiert. Drogenkonsum wird als etwas rebellisch dargestellt, obwohl es die gerechtfertigte Rebellion schwächt. Deshalb stellt dieser „Sittenverfall“ für die Kapitalisten auch kein Problem dar.

 

Wenn wir von Drogen und den Problem die für die Arbeiterklasse bringen reden, dann müssen wir auch von Alkohol sprechen. Alkoholismus ist in unserer Klasse immer noch die am weitesten verbreitete Drogensucht und auch Alkohol zerstört Leben und schwächt die revolutionäre Tendenz.