Kategorie: Asien

( Libanon )

Seit zehn Tage gibt es im Libanon Proteste im größerem Umfang, die sich in der Hauptsache gegen die desaströse ökonomische Situation und die weitverbreitete Korruption iom Land richten.Ausgangspunkt war eine Ankündigung der Regierung WhatsApp-Anrufe zu besteuern.

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In mehreren Städten kam es seit gestern Nacht zu großen Massendemonstrationen. Es sind die größten Demonstrationen seit 2015. Viele Geschäfte und Schulen blieben heute geschlossen. Die Massen bauten Barrikaden und entzündeten Autoreifen auf den Straßen. Die Bullen versuchten sie mit Tränengas zu vertreiben. Auslöser war eine von der Regierung geplante Steuer von 0,20 US Cent auf Sprachanrufe über Apps wie WhatsApp und Telegram. Die Pläne wurden gestern wieder von der Regierung zurückgenommen, doch die Wut der Massen hat sich dadurch nicht aufgelöst.

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Seit über einem Monat türmen sich Müllberge in den Straßen Beiruts. Der Grund? Seit dem Auslaufen der letzten Verträge zur Müllentsorgung und der Schließung von Deponien kämpfen die Fraktionen innerhalb des Parlaments in Beirut darum, wer dem eigenen Unternehmen die lukrative Lizenz für die Müllversorgung zu schustern kann. Und während die Bonzen im Parlament, welches seine Amtszeit bereits zweimal selbst verlängerte, noch um die Verteilung des Kuchens streiten,  versinkt Beirut zusehends in Müll.
„Wir haben die unerträglichste Situation unter der man leben kann. Wir haben keine Elektrizität, kein Wasser, Müll überall in der Stadt und die Regierung tut nichts.“, so eine 40 jährige Teilnehmerin bei der Demonstration „You Stink“, die sich am 23. August gegen den Müll in Beiruts Straßen und die Regierung richtete. „Unsere Regierenden leben in ihren Türmen, wir im Müll.“, hält eine andere Demonstrantin fest.

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