Am Dienstag, den 11. Februar, kam es erneut zu heftigen Kämpfen zwischen Demonstranten und Polizeikräften in Beirut, der Hauptstadt des Libanon.

Tausende Menschen versammelten sich im Zentrum von Beirut nahe des Parlaments um eine Sitzung zu blockieren. Trotz des massiven Polizeiaufgebots errichteten die Demonstranten Barrikaden auf sämtlichen Zufahrtsstraßen zum Parlamentsgebäude und verteidigten diese über Stunden. Gegen die Polizeikräfte selbst wurden Steine, Flaschen und Molotowcocktails geschleudert, welch wiederum von Tränengas und Wasserwerfern Gebrauch machte. Außerdem wurde das Auto des Ministers für Umwelt und Verwaltungsentwicklung, Damianos Kattar, angegriffen und ein anderer Abgeordneter musste ins Krankenhaus eingeliefert werden, nachdem er von Demonstranten zusammen geschlagen wurde. Im weiteren Verlauf der Kämpfe wurde eine Banken zerstört und in Brand gesteckt. Das libanesische Rote Kreuz sprach bereits am Dienstag Nachmittag von mehr als 200, teilweise schwer verletzten, Personen.

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Von Dienstag bis Mittwoch fand eine Parlamentssitzung statt, bei welcher Lösungen für die anhaltende ökonomische Krise im Land gefunden werden sollten. Aber das Volk hat kein Vertrauen mehr in seine Ausbeuter und Unterdrücker und das haben die Massen klar gezeigt, viele von ihnen skandierten Parolen wie „kein Vertrauen für die Regierung“. An den schlechten Lebensbedingungen des Volkes hat auch die Wahl des neuen Ministerpräsidenten, Hassan Diab, nicht geändert und keine bürgerliche Wahl vermag dies zu ändern.