Laut Angaben der brasilianischen Zeitung „A Nova Democracia“ hat der israelische Geheimdienst mit Unterstützung einer deutschen NGO Agenten in die Hamas eingeschleust.

Im November 2018 wurden acht israelische Agenten des militärischen Geheimdiensts, Sayeret Matkal, in die Hamas eingeschleust. Die Agenten gaben sich als Angehörige palästinensischer Organisationen aus.

Die Tarnung der Agenten flog auf, als sie von einer Patrouille der Hamas in der Stadt Khan Younis, im südlichen Gazastreifen aufgegriffen wurden. Im Verhör wurden die Kämpfer der Hamas schnell misstrauisch. In Folge dessen kam es zu einem Schusswechsel, in welchem zwei Hamaskämpfer und der Kommandant der Agent, der „Meni“ genannt wurde, starben. Während der Evakuierung der verbleibenden Agenten führte die israelische Luftwaffe mehrere Luftschläge durch. In den Nachfolgenden Tagen wurden sieben Palästinenser bei Luftangriffen auf Wohngebiete in der Region getötet.

Nach Angaben der Hamas konnten mittlerweile Personalausweise und ein Fahrzeug der Agenten sichergestellt werden. Außer habe man Audioaufnahmen von dem Verhör und dem anschließenden Gefecht, in welchem die Agenten hebräisch reden. Im Zuger der Untersuchungen hat die Hamas ein ganzes israelisches Nachrichtensystem im Gazastreifen ausgehoben und konnten einer Spur zu einer deutschen NGO folgen. Die Nichtregierungsorganisation „Humedica“ soll dabei geholfen haben die Agenten unter falscher Identität in den Gazastreifen einzuschleusen.

Zum einen stellt dies natürlich einen Rückschlag für den israelischen Staat da, ein israelischer Militäranalyst sagte: „Israel musste einen hohen Preis bezahlen“ und „Die Operation ist gescheitert, daran gibt es keinen Zweifel.“ Zum anderen zeigt dies die Rolle von NGOs, auch wenn diese sicher nicht alle geheimdienstliche Aufgaben übernehmen, so sind sie doch Instrumente der Imperialisten, um deren Interessen durch zu setzen.