Kategorie: Allgemein

( Brasilien )

Wir dokumentieren hier einen Bericht über die Veranstaltungsreihe zum Kampf der armen Bauern und zur Frauenbewegung in Brasilien, der uns zugeschickt wurde. Eine englische Übersetzung findet sich hier.

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Wir dokumentieren an dieser Stelle Bilder von Aktionen gegen das olympische Massaker, die in Berlin durchgeführt wurden:

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An dieser Stelle dokumentieren wir erste Bilder von Aktionen aus Hamburg gegen das olympische Massaker in Brasilien, die uns zugeschickt wurden.

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Im Juni hat die Revolutionäre Studentenbewegung des Volkes (MEPR) aus Brasilien eine Stellungnahme mit (oben genanntem Titel) veröffentlich, in der sie sie verkündet, dass sie sich von Facebook zurückgezogen hat. Die Stellungnahme wird mit den folgenden Worten eingeleitet:

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In Brasilien, Kolumbien, Chile, Mexiko sowie 19 weiteren Ländern tritt vermehrt das Zika-Virus auf, eine mögliche Folge ist Mikrozephalie, eine Fehlbildung des Kopfes bei Neugeborenen, die zum Tod oder schweren Behinderungen führt. Die sogenannte Weltgesundheitsorganisation (WHO) diskutiert jetzt darüber, ob ein globaler Gesundheits-Notstand ausgerufen werden soll. Das Zika-Virus, das 1947 in Uganda entdeckt wurde, und sein Überträger, die Ägyptische Tigermücke, sind schon schon seit drei Jahrzehnten in afrikanischen, mittel- und südamerikanischen Ländern verbreitet. In den letzten Jahren gab es einen Anstieg der gemeldeten Fälle, die Verbreitung des Virus droht nun auch auf den nordamerikanischen Kontinent überzuschlagen. Das Interesse für das Virus war bis jetzt kaum vorhanden, es gab weder Schutz- oder Aufklärungsmaßnahmen, noch Forschungen für Medikamente oder Impfstoffe. Das führte zu Millionen Infizierten. Tausende Tote, schwerbehinderte Kinder und deren Versorgung haben niemanden interessiert, solange sich dieses Übel in der sogenannten dritten Welt abgespielt hat und die Menschen in den imperialistischen Ländern nicht betroffen waren. In Brasilien stehen der Karneval und die Olympischen Spiele vor der Tür und jetzt wird in Brasilien der Kampf gegen die Ägyptische Tigermücke mit Hilfe von mehr als 200.000 Soldaten aufgenommen. In Rio de Janeiro versprechen die Organisatoren des Karnevals und der Olympischen Spiele, dass mit Sonderbekämpfungsprogrammen Gefahren für Touristen verhindert werden sollen. Dabei werden nicht nur die Mücken mit Pestiziden vergiftet, sondern der arme Teil der Bevölkerung gleich mit. Zur selben Zeit werden in den großen Städten fast täglich Krankenhäuser geschlossen, weil der Staat sie nicht finanzieren kann oder besser gesagt will, denn es werden Abermillionen für Olympia 2016 ausgegeben.

zikaviertel

Dieses Problem betrifft im besonderen Maße die armen Frauen. Es werden zwar Empfehlungen ausgegeben, geplante Schwangerschaften zu verschieben, aber Verhütungsmittel sind für die meisten unerschwinglich. Abtreibungen sind verboten und hauptsächlich die Frauen der nationalen und Kompradorenbourgeoisie können sich diese auf anderem Wege leisten. Die armen Frauen sind häufig Analphabeten und nicht aufgeklärt, was die Verhütung von Schwangerschaft und Krankheiten zusätzlich erschwert. Wer in diesem Zusammenhang von geplanten Schwangerschaften spricht, spricht von der Reproduktion der herrschenden Klassen. Zusätzlich bedarf die Pflege von schwerbehinderten Kindern besonders viel Zeit und Geld, über keines von beidem verfügt die unterdrückte Bevölkerung, besonders die alleinerziehenden Mütter. In diesen Ländern gibt es keine staatliche Unterstützung für diese Fälle. Stattdessen wurden die Preise für Moskitoabwehrmittel um ein dreifaches angehoben.
Das bedeutet konkret, dass dem kleinen Teil der reichen Bevölkerung in der sogenannten dritten Welt der Zugang zu Prävention und Behandlung gewährt wird, während die Ärmsten der Armen nicht nur keinerlei Unterstützung erfahren, sondern weiterhin in ihren Wellblechhütten ohne fließendes Wasser ihr Dasein fristen und nach wie vor aus den verschmutzten Regentonnen trinken müssen, in denen sich immer noch die Larven der Ägyptischen Tigermücke vermehren. Sie werden in Verhältnissen wie denen des 19. Jahrhunderts gehalten.

So lange die meist Unterdrückten und Ausgebeuteten der Welt in Favelas oder Slums, ohne die Möglichkeit von Hygiene, zusammengepfercht sind, werden weder diese Krankheit, noch andere sogenannte Seuchen ausgerottet werden können. Und das ist letztendlich die Frage der Ausrottung der größten Krankheit, die die Menschheit zur Zeit ertragen muss, dass weltweite und parasitäre System des Imperialismus.