US-Imperialisten und ihre Verbündeten versuchen möglichst viele biometrische Daten zu sammeln, um die Völker der Welt, besonders in unterdrückten Nationen, im Zaum zuhalten und zu kontrollieren. Biometrischedaten sind vor allem bei der Ermittlung und Identifizierung von Personen relevant und kommen daher bei so ziemliche allen Strafverfolgungen und Grenzkontrollen zum Einsatz. Auch „Hilfsorganisationen“ betrieben Biometriedatenbanken.

Mit dem „Automated Biometric Information System“ (ABIS) sammeln die US-Imperialisten Personenbezogenen überall dort, wo das US-Militär aktiv ist. Die Datenbank umfasst Gesichtsbilder, Iris-Fotos, Fingerabdrücke und DNA-Daten. Derzeit sind 7,4 Millionen Personen dort erfasst. Hervorgegangen ist sie aus den Datenbanken HAMAH und VENLIG, welche während der Kriege in Afghanistan und Irak aufgebaut wurden.

Gerechtfertigt wird das Datensammeln mit dem typischen Vorwand der Terrorbekämpfung, um Terrorverdächtige und deren Kontaktpersonen zu identifizieren und aufzuspüren. Jeder der sich gegen ihre Unterdrückung stellt ist in ihren Augen ein Terrorist. Die Daten für dieses System sammeln sie von Gefangenen, Getöteten, Wählerregistrierungen, Lohnarbeitsverhältnissen. Auch verbündete Soldaten werden dort erfasst.

Des weiteren ist das ABIS mit einer Warndatei Namens „Biometrically Enabled Watch List“ (BEWL) verknüpft. Diese kann auch mit Polizeibehörden und Geheimdiensten verknüpft werden. Es wird ein Alarm ausgelöst, wenn ein Verdächtiger aus dieser Datei eine Grenze überschreitet oder in eine Polizeikontrolle gerät. Bisher sind dort 213.000 Personen in der BEWL gespeichert.

Das ABIS ist auch mit der biometrischen Datenbank des FBI verbunden, worüber auch nationale Polizeidatenbanken angeschlossen sind. Die US-Imperialisten arbeiten auch an einer Vernetzung mit der Biometriedatenbank des Heimatschutzministeriums. Bei den Biometriedatenbanken gibt es somit keine Trennung mehr zwischen Polizei, Militär und den Geheimdiensten.

Vor einem Jahr haben auch die NATO-Mitgliedsstaaten beschlossen eine eigene Biometriedatenbank unter dem Titel „NATO Automated Biometric Identification System“ (NABIS) aufzubauen. Sie umfasst Daten über Gesicht, Iris und Fingerabdrücke. Bisher ist das System noch in Entwicklung. Ein Prototyp wurde aber bereits 2014 getestet.

Vereinten Nationen betreiben in mit ihren „Hilfsorganisationen“ United Nations High Commissioner for Refugees (UNHCR) und dem World Food Programme (WFP) eigene Biometrischedatenbanken. In denen 8.2 und 11,4 Millionen Menschen erfasst sind. Auch hier können Behörden auf auf Anfrage Datenabfragen. Sie benötigen nur einen Vorwand, wie z.B. eine Strafverfolgung oder Gefahrenabwehr.