Nachdem die BRD eine Beteiligung am US-Einsatz rund um die Straße von Hormus im Iran abgelehnt hatte, sprach sich die deutsche Bundesregierung nun für eine Europäische Mission aus. Bereits vor etwa zwei Wochen schloss Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer einen Einsatz gegen den Iran nicht aus. Nun ist die BRD auf dem Kurs eine sogenannte „Maritime Schutzmission europäischer Staaten“ in Angriff zu nehmen, wie auch die Regierungssprecherin bestätigte. Hierzu gebe es wohl bereits einen engen Austausch mit anderen europäischen Ländern. Auch vermeintlich eher „linke“ Parteien wie die Grünen sprachen sich nun für eine Mission im Iran aus. Grünen Parteichef Robert Habeck sagte dazu: „Deutschland muss in Verantwortung gehen und dafür sorgen, dass Europa in dieser angespannten Situation gemeinsam und mit einer eigenen Stimme agiert.“

Der außenpolitische Sprecher der Grünen ist gleicher Meinung und betont:„Es ist Zeit für eine gemeinsame europäische Außenpolitik, die ihren Namen verdient“

Die Straße von Hormus ist eine Meerenge im Süden des Irans die den Persischen Golf im Westen mit dem Golf von Oman, dem Arabischen Meer und dem Indischen Ozean im Osten verbindet und hat eine hohe wirtschaftliche Bedeutung für die Imperialisten, vor allem in Bezug auf den Ölexport. Tagtäglich verkehren hier Tanker mit 16-17 Millionen Barrel Öl was einem Wert von etwa 1 Milliarde US- Dollar entspricht. Bereits 2006/2007 und 2011 gab es Konflikte zwischen dem Iran und den Yankee Imperialisten in Bezug auf die Meerenge, die zum Beispiel auch zur Folge hatten das die USA in der Nähe Flugzeugträger positionierte.

Heute möchte sich auch die BRD in den Konflikt einmischen. Hierfür nutzt sie ihre hegemoniale Machtstellung innerhalb der EU aus. So ist etwas wo „Maritime Schutzmission europäischer Staaten“ draufsteht im Endeffekt in der Hauptsache eine Interessenvertretung des deutschen Imperialismus. Die BRD versucht mit europäischem Rückhalt mitzumischen bei der Neuaufteilung der Welt, so auch im Iran.