In den letzten Wochen entwickelten sich die Massenkämpfe und Aktionen der Genossen in den USA in verschiedenen Teilen des Landes. Wir geben hier eine Übersicht wieder, die einen Eindruck von den Aktionen, die online dokumentiert wurden, vermitteln.

In Austin wurde am 17. Oktober vor dem Rathaus ein mehrstündiger Protest von der revolutionären Organisation Defend Our Hoodz (Verteidigt unsere Viertel) während einer Abstimmung zu einem Luxusbauprojekt in Riverside durchgeführt. Dabei wurden Parolen gegen die Gentrifizierung gerufen, nur durch die Polizei konnten die Aktivisten davon abgehalten werden, die Abstimmungsräume zu betreten. Stattdessen nutzten sie Scheinwerfer um in die Räume zu leuchten. Die Störung war so stark, dass der Bürgermeister drinnen extra dicht ans Mikro gehen musste, um überhaupt gehört zu werden.
Nachdem die Abstimmung zugunsten des Bauprojektes ausfiel riefen die Aktivisten dazu auf sich weiter zu organisieren um den Kampf verstärken zu können, es nicht zuzulassen, dass tausende der tiefsten und breitesten Massen aus Austin vertrieben werden.

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Schon vor der Abstimmung wurde vor dem Haus des Anwaltes des Luxusbauprojekts ein Protest durch Defend Our Hoodz und Anwohnern in Riverside durchgeführt. Seine Nachbarschaft zeigte sich sichtlich gestört vom Protest, ihr wurde klargemacht, dass sie froh sein können nur eine Nacht Lärm zu erleben, wohingegen die Bewohner von Riverside eine vollständige Vertreibung vor sich haben. Als die Bullen auftauchten versuchten sie, den Genossen das Megaphon zu entreißen, was verhindert wurde.

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Auch weitere Aktionen wurden gegen das Projekt durchgeführt.

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In Philadelphia wurde durch die organisierte Teilname an von Schulen einberufenen Treffen verhindert, dass diese zum Nachteil der Arbeiterklasse-Familien umstrukturiert werden. Dabei fürchten einige Lehrer, dass diese Umstrukturierungen nur ein erster Schritt in Richtung völliger Privatisierung von Schulen ist.

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In St.Louis wurde Antifaschistische Propaganda gegen einen Faschisten sowie seine Adresse verklebt. Vor seiner Wohnung wurde die Parole „Get out“ (Hau ab) gesprüht.

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In Austin wurden Aktionen zur Unterstützung der Kämpfe in Ecuador durchgeführt, wobei die Parolen auf Spanisch gesprüht wurden.

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„Die Rebellion ist gerechtfertigt“ „Solidarität mit Ecuador“

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„Es lebe der Kampf der Indigenen!“ „Kämpft gegen den US-Imperialismus!“



Am Mittwoch wurde vor dem Polizeihauptquartier in Austin ein Protest durchgeführt, nachdem der Prozess gegen einen pädophilen Bullen startete. Der Bulle hatte über mehrere Jahre seine eigene Tochter missbraucht. Der Protest richtete sich auch gegen den Kommandant der Bullen, der im Vorjahr rausgeflogen ist, nachdem herauskam, dass er eine Frau stranguliert und geschlagen und erklärt hat, dass er es genießt dass sie schreit.

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In Pittsburgh wurde Anfang Oktober ein Protest durchgeführt, der darauf aufmerksam macht, dass Bewohner eines abgebrannten Gebäudes weiterhin teilweise obdachlos und mit großen Gesundheitsproblemen konfrontiert sind. Teil des Protestes sind auch die allgemein grausamen Zustände der Gebäude in dem Viertel des abgebrannten Hauses.

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