Kategorie: Lateinamerika

( Bauernführer )

 

Am 24. Mai griffen 29 Bullen, darunter Mitglieder der Spezialpolizei für Agrarkonflikte und der Militärpolizei, unterstützt durch Paramilitärs ein Lager von Bauern nahe des Landgutes Santa Lúcia in der Gemeinde Pau D’Arco an, ermordeten 10 der dort lebenden Bauern und vertrieben den Rest. Ihr Verbrechen: Sich brachliegendes Land genommen zu haben, um darauf Leben und Arbeiten zu können. Einen Monat nach dem Massaker fand nun eine kämpferische Demonstration und eine Neubesetzung des Landes statt.

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Im brasilianischen Bundesstaat greift die Reaktion zur Zeit ieder zu einem verstärkten Terror gegen revolutionäre Bauernorganisationen. So wurden am 22. November Terezinha Nunes Meciano und Anderson Mateus André dos Santos in ihrem Zuhause ermordet. Nachbarn haben darüber berichtet, dass in er Nacht drei Männer mit Motorrädern kamen in das Haus eindrangen und darauf 16 Schüsse abgaben. Eine Tochter und zwei Enkel konnten sich in den Wald retten. Die beiden Ermordeten führten in der Vergangenheit Landbesetzungen in der Region. Nach den Morden begann die bürgerliche Presse damit Lügen über die beiden Bauernführer und die Liga der armen Bauern (LCP) zu verbreiten und bezeichnete diese als „kriminell“. Eine typische Kooperation zwischen den Grundbesitzern und der bürgerlichen Presse also.

Die Grundbesitzer in den ländlichen Regionen Brasiliens bedienen sich häufig skrupellos dem Mittel des reaktionären Terrors gegen die kämpfenden Massen und auch die Bauernführer sind beliebte Ziele ihrer bewaffneten Banden oder der Polizei. Genosse Cleomar und Genosse Renato sind nur zwei ihrer vielen Opfer, die Liste ist bei weitem länger und nun wieder einmal erweitert woden. Bereits am 4. und am 12. November waren kleine Gruppen von Bauern von den bewaffneten Banden der Grundbesitzer attackiert worden, wobei es zu Verletzten und Sachbeschädigungen kam.

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