Kategorie: Lateinamerika

In ganz Peru ist das Volk dabei, gegen die Ausbeutung und Unterdrückung durch den Imperialismus und seine Lakaien zu kämpfen. Diese Kämpfe finden in unterschiedlichem Ausmaß und Stärke statt, sind aber allgegenwärtig. Wir geben hier einen kleinen Einblick über die Kämpfe der letzten Wochen.

Im VRAEM(Tal der Flüsse Apurímac, Ene und Mantaro) wurden am 14. Dezember zwei Bullen bei einem Gefecht getötet. Die Reaktion behauptet wie immer, vor allem im VRAEM, dass es sich bei dem Gefecht um eine Konfrontation mit Drogenhändlern gehandelt hätte. 

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Wir dokumentieren hier eine deutsche Übersetzung eines Dokuments der Volksbewegung Peru (RK) zur Repression im Distrikt Ate in der Provinz Lima. Dort wurde eine Rebellion des Volkes durch die Bullen durch massive Festnahmen, auch von Minderjährigen, und dem Tod einer Bewohnerin bekämpft.

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Der Volkskrieg in Peru entwickelt sich entgegen aller Behauptungen der peruanischen Reaktion weiter. Das peruanische Volk hat nicht vergessen, auf welchem Weg es den Imperialismus zerschlägt und sich emanzipiert. Beispiele davon finden sich nahezu täglich in den Nachrichten der peruanischen bürgerlichen Presse, einige davon nennen wir hier kurz um einen Eindruck davon zu bekommen, wie umfangreich der Widerstand des peruanischen Volkes ist.

Die bürgerliche Presse ruft die Regierung auf, sich um die „Konflikte“ zu kümmern und spricht dabei über den Mord an einem Bauern bei Protesten gegen Las Bambas (wo die Bullen jetzt selbst, nach über einem Monat, festgestellt haben, dass die Kugel, die den Bauern tötete, aus einer Polizeiwaffe stammt) und über die Rebellion des Volkes in Chumbivilcas, Cusco, wo am 12. November nach Prostesten von tausenden Bauern, die eine Mine belagerten, das Lager einer Minenbaugesellschaft gestürmt und zerstört wurde.

cusco peru bergbau

cusco peru bergbau2

cusco peru bergbau3

Insgesamt gibt es im Moment gegen Bergbau und andere Bauprojekte 145 aktive „Konflikte“ dieser Art. Verortet sind diese in verschiedenen Regionen in Peru, Apurímac und Cajamarca sind unter den Regionen in denen sich Mehrheit dieser Konflikte mit jeweils 24 und 16 konzentriert. In Áncash werden 22 gelistet, in Puno 18.

Bei den Protesten gegen Tía Maria haben die Bullen mittlerweile 400 Mann Verstärkung angekarrt, mit weiteren 1400 auf Abruf.

In Rondos in Huánuco protestierten am 26. November Dorfbewohner gegen die Regierung, eine Untersuchung im Oktober hatte zu Tage gebracht, dass das Trinkwasser der Reservoirs der Gegend kontaminiert ist.

rondos pobladores protestan

In Machu Picchu in Cusco gab es am 15. und 16. November einen Streik und Proteste, die die komplette Region lahmlegten, die Reaktion jammert, dass dadurch 11 Millionen Soles weniger Profit aus den Menschen herausgequetscht wurde. Grund für die Proteste ist die schlechte Bahnanbindung der Gegend.

machu picchu sabe cuanto

In Santa Cruz de Huayrondo in Arequipa sollen 320 Menschen für ein Bauvorhaben des peruanischen Staates geräumt werden, der Widerstand dagegen sorgt aber im Moment dafür, dass die für den 9. Dezember angesetzte Räumung nicht stattfinden wird.

In Lima wurden am 15. November an drei verschiedenen Orten rote Fahnen mit Hammer und Sichel aufgehängt. Anlässlich des APEC Treffens in Lima wurden auch Flugblätter verteilt, die von den Bullen auch bei den Fahnen gefunden wurden. Wir veröffentlichen hier auf deutsch übersetzte Ausschnitte dieses Flugblattes

 lima rote fahne

Proletarier aller Länder, vereinigt euch!

Lang lebe der 88. Jahrestag der Gründung der Kommunistischen Partei Perus!

[…]

An diesem 50. Jahrestag der Großen Proletarischen Kulturrevolution und dass sich die IKB sich auf internationaler Ebene organisiert, ihre Früchte sind großartig. Wir grüßen die Führer, Kader und Militanten der KPP, die gestählten Kombattanten der Volksbefreiungsarmee [EPL] und die Massen die uns organisatorisch unterstützen mit revolutionären und kommunistischer Freude. Insbesondere grüßen wir die Genossen der MPP (RK), die Arbeit im Ausland vorantreiben, Revisionismus und Infiltratoren demaskieren und zerschlagen, die dort und in Netzwerken sprießen, der Allgemeinen Reorganisation der Partei dienen, um den Maoismus als Wegleitung und Befehl der [Proletarischen Weltrevolution] zu setzen, zusammen mit der Kampagne zur Verteidigung des Lebens und der Gesundheit des Vorsitzenden Gonzalo. Wir müssen nach der Reinigung in unseren Rängen streben, weil der Revisionismus sein Spiel bereits verloren hat, seit er die Prinzipien aufgegeben hat und die vier Wechsel gemacht hat (Linie, Partei, Führung und Volkskrieg), dies ist die Richtung von mehr als 36 Jahren Volkskrieg. Zur gleichen Zeit drücken wir unsere kommunistischen Grüße, Solidarität und Unterstützung aus für den 12. Jahrestag der Gründung der Kommunistischen Partei Indiens (maoistisch) am 21. September und ihr glühender Volkskrieg der sich entwickelt und zur neuen großen Welle der [Proletarischen Weltrevolution] beiträgt.

[…]

Die Presse im Dienst des Imperialismus und der Reaktion machen eine durchgehende Kampagne für „die bewaffneten Streitkräfte auf die Straßen”, ebenso wie den „Notstand” in Callao, mehr Polizisten, mehr Wachleute, mehr Denunzianten, Belohnungen für die Meistgesuchten, Sinchi in Militäruniformen auf den Straßen usw., den „Notstand” in mehreren Provinzen aufzwingen und der Region VRAEM, wo sie ihre Politik der alle Drei ausüben (alles rauben, alles verbrennen, jeden töten). Wir sehen, dass Verbrecherbanden aus aktiven Polizeioffizieren, ehemaligen Militärs und Geheimdienstpersonal bestehen.

Die reaktionäre Wahl 2016, wichtiger als zuvor, häuft die Widersprüche im Herzen der Großbourgeoisie auf beiden Seiten auf, es gab Ablehnung der breiten Masse des Volkes.

[…]

Der Boykotts durch die Partei diente wieder einmal die Widersprüche des alten Systems anzuheizen, das bis zum Mark verrottet ist. Der Boykott der Wahlfarce wurde sowohl auf dem Land als auch in der Stadt durchgeführt, die EPL mobilisierte und rief das ganze Volk auf „Nicht Wählen!”. Im März wurden bewaffnete Agitation und Propaganda durchgeführt, im April: Malungen, Flugblätter, Transparente und Verbrennungen und auf dem Land heftige Hinterhalte mit Auslöschung der feindlichen Kräfte (Armee und Marine) die versuchten die Sitze des Senats zu transportieren und den Prozess selbst zu schützen. In Lima wurde die Agitation und Propaganda gegen die Wahlen “psychosozial” genannt. Im Mai und Juni gab es starke Aktionen in den vier Formen des Kampfes, neben anderen Aufgaben und der ideologisch-politische und organisationale Aufbau wurde konsolidiert. Die neue Kampagne der KPP wurde in Huacho, Huancavelica, Cuzco, Ayacucho und dem Gebiet des Lima Metropolitan Komitee ausgeführt, dem Resonanzkörper.

[…]

Entgegen der schwarzen Träume der Imperialisten, Reaktionäre und Revisionisten ([rechtsopportunistische Linie] und [linksopportunistische Linie]) entfaltet sich der Volkskrieg gegen Wind und Wetter, erfüllen sich unsere festen und resoluten Pläne und Ziele, die Massen machen die Geschichte und sie sind es, die die Gesellschaft in eine Neue umwandeln, geleitet durch unsere unbesiegte Ideologie des Marxismus-Leninismus-Maoismus, Denken Gonzalo, unter der Führung des Vorsitzenden Gonzalo und organisiert in der KPP. Wir rufen das Volk auf sich unserem Kampf anzuschießen dieses alte System der Ausbeutung und Unterdrückung zu besiegen und seine wahre Emanzipation zu erlangen.

Es lebe der Vorsitzende Gonzalo, Führer der Partei und der Revolution!

Nehmt an, verteidigt und wendet den Marxismus-Leninismus-Maoismus, das Denken Gonzalo, hauptsächlich das Denken Gonzalo, an!

Es lebe die Kommunistische Partei Perus!

Es lebe der XXIV Jahrestag der meisterhaften und gültigen Rede des Vorsitzenden Gonzalo!

Verteidigt das Leben und die Gesundheit des Vorsitzenden Gonzalo durch Volkskrieg!

Es lebe der 88. Jahrestag der Gründung der Kommunistischen Partei Perus!

Es lebe die allgemeine Reorganisation der Partei inmitten des Volkskrieges!

Der Volkskrieg wird unausweichlich siegen!

Es lebe der 50. Jahrestag der Großen Proletarischen Kulturrevolution, entwickelt und geführt durch den Vorsitzenden Mao Tsetung!

Es lebe der Maoismus! Nieder mit dem Revisionismus!

Es lebe der 12. Jahrestag der Gründung der Kommunistischen Partei Indiens (maoistisch) und der Volkskrieg den sie führt!

Es leben die Volkskriege in Peru, Indien, Türkei und Philippinen!

Yankees raus aus dem Mittleren Osten, Lateinamerika und Peru! Yankees Go home!

Kämpft und wehrt euch gegen die faschistische, völkermörderische und vaterlandsverkäuferische Regime des Yankees Kunczynski, dem meist entwickelten Lakaien des Imperialismus, hauptsächlich Yankee-Imperialismus!

Bekämpft und zerschlagt die imperialistischen Pläne der APEC!

Begrüßt von hier die zukünftige Geburt der Volksrepublik Peru!

Ruhm und Ehre dem heldenhaften peruanischen Volk!


Peru, Oktober 2016

Kommunistische Partei Peru

 

peru provinzen 

Die rot hervorgehobenen Regionen sind die in diesem Artikel benannten, von oben links nach rechts unten in dieser Reihenfolge: Cajamarca, Áncash, Huánuco, Lima, Cusco, Apurímac, Arequipa, Puno.

Das Militär des alten peruanischen Staates plant eine massive Militäroffensive im VRAEM (valle de los ríos Apurímac, Ene y Mantaro – Tal der Flüsse Apurímac, Ene und Mantaro). Zu dieser Operation werden 24 Kampfhubschrauber aus verschiedenen Regionen Perus zusammengezogen. Im Detail kommen acht der Helikopter Callao, einer aus Trujillo, zwei aus San Ramón, vier aus Chorrillos, einer aus Cusco, drei aus Arequipa, einer aus Pucallpa, zwei aus Pichari, einer aus Moquegua und einer aus Piura. Die Helikopter bilden bei der Operation aber nur die Luftunterstützung, wie die Ausmaße des Einsatzes am Boden aussieht, verschweigt das Militär, sie beschreibt die Operation lediglich derart: „Der Krieg gegen die Terroristen des Tal der Flüsse Apurímac, Ene und Mantaro wird in eine Phase eintreten, aus der es kein Zurück geben wird.“

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Am 14. Oktober wurde bei Challhuahuacho  in der Region Apurímac in Peru ein Protest gegen das Minenprojekt Las Bambas organisiert. Dabei wurde eine Zufahrtsstraße zu dem Kupferabbaugebiet durch die Bevölkerung der umliegenden Dörfer blockiert. Auf dieser Straße fahren täglich über 400 LKW, wirbeln dabei Staub und Dreck auf und schaden damit der Landwirtschaft, Bauern beklagen, dass ihnen Hühner und andere Kleintiere weggestorben sind.

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Am 7. Oktober wurde von der reaktionären peruanischen Presse der Ausschnitt eines Interviews mit „einem der führenden Psychoanalytiker des Landes“ veröffentlicht. Darin tätigt dieser Aussagen wie:
„[Die Kommunistische Partei Perus] war überhaupt nicht populär. Eine Sache ist es, ein Volk zu terrorisieren, aber eine andere ist es, seinen Respekt zu erlangen.

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Heute ist der 24. Jahrestag an dem die peruanische Reaktion, gestützt und geführt vom Yankee-Imperialismus, den Vorsitzenden Gonzalo nach seiner Festnahme am 12. September präsentierte, mit dem Plan ihn zu erniedrigen, indem sie ihn wie ein Tier in einen Käfig sperrten. Doch diesen Plan vereitelte der Vorsitzende Gonzalo indem er seine Rede hielt, die die anstehenden Aufgaben für die Kommunistische Partei Perus darlegte und den strategischen Plan zur Eroberung der Macht im ganzen Land, auf dem Weg des Volkskriegs, bestätigte.

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Heute vor 24 Jahren wurde in Lima der Vorsitzende der Kommunistischen Partei Perus, der Vorsitzende Gonzalo von der Reaktion festgenommen.
Die Angst, die die Reaktion vor dem peruanischen Volk und seiner Avantgarde, der Kommunistischen Partei Perus hat, ist weiterhin riesig. In allen peruanischen Tageszeitungen wird der heutige Tag mit ellenlangen Artikeln als Aufreißer gefeiert, nur zwei Wochen, nachdem die Kampagne zur Ermordung des Vorsitzenden weiter vorangetrieben wurde.

Die Artikel sind eine Mischung aus feiern der Bullen, die die Krümmung des Weges in Peru erzeugt haben, mit einemBericht zum Ablauf der Festname, in der absurde Behauptungen aufgestellt werden, etwa, dass der Vorsitzende Gonzalo Angst davor gehabt haben soll, dass die MRTA das Gebäude gestürmt hatte statt der Bullen und sich entspannt haben soll, als Letzteres klar war.
Die an der Aktion teilhabenden Bullen bezeichnen diesen Tag an dem sie „die Sterne berührt haben“, die reaktionäre Presse benutzt die zynische Bezeichnung „Festnahme des Jahrhunderts“.

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Zusammen mit der revisionistischen Ratte Miriam bereitet die Reaktion weiterhin die Ermordung des Vorsitzenden Gonzalo vor, der seit 1992 im Hochsicherheitsgefängnis von Callao sitzt. In einer habeas corpus Anfrage soll die Gesundheit des Vorsitzenden Gonzalo überprüft werden, was angeblich über Monate nicht passiert ist. Die Presse schreibt als ein Ergebnis dieser Anfrage, dass der Vorsitzende Gonzalo an Psoriasis und Arthritis leidet, welche sich in den Wintermonaten noch verschlimmern.

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Am 13. August gab es in Lima, der Hauptstadt Perus eine Großdemonstration gegen Gewalt an Frauen. Unmittelbarer Auslöser zur Demonstration waren zwei lächerliche Gerichtsurteile gegen Männer, die ihre Freundinnen schwer misshandelten. Anfang August wurde ein weiterer Fall bekannt, bei dem eine Frau von ihrem Mann mit einem Ziegelstein halbtot geschlagen wurde, weil sie nicht so gekocht hatte, wie es ihm passt.

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