Am vergangenen Sonntag fanden in ganz Kolumbien Regionalwahlen statt, und zwar inmitten der immer noch andauernden Proteste der Studenten. Unmittelbar in den Tagen vor der Wahlen fanden in der Landeshauptstadt Bogota Veranstaltungen zur politischen Mobilisierung und kämpferische Aktionen statt, in denen die Wahlfarce denunziert und die zugehörige Propaganda zerstört wurde.

Für den 23. Oktober mobilisierten großflächig gespannte Transparente die Studenten an vorbereitenden Diskussionen und Treffen sowohl an der Nationalen Pädagogischen Universität als auch an der Bezirksuniversität teilzunehmen. Organisiert von der MERyP unter den Parolen „Keine Wahl – Kampf für die Revolution“ und „Wahlen Nein – Revolution Ja“ kamen Dutzende von Menschen zusammen, um sich über die aktuellen Wahlen auszutauschen. Abgesehen von Diskussionen, in denen dargelegt wurde, wie der revolutionäre Weg mit dem parlamentarischen Weg absolut unvereinbar ist, und in denen insbesondere in dieser Frage die Rolle des Revisionismus denunziert wurde, wurden ein Stück aufgeführt und die Teilnehmer auf die Aktionen des nächsten Tages vorbereitet.

Als Teil der Proteste der Studentenbewegung zur Verteidigung der Hochschulbildung war der 24. Oktober ein weiterer Tag der landesweiten Mobilisierung, an dem Tausende von Studenten auf die Straßen von Bogota (und im ganzen Land) gingen. Während der Demonstration wurde immer wieder Propagandamaterial für die Wahlen konfisziert, übermalt oder zerstört. Die Bilder zeigen Einheiten von organisierten, maskierten Aktivisten, die neben der Demonstrationsroute Parolen malen. Am Ende der Demonstration wurden Zeitungen und Flugblätter der bürgerlichen Parteien von Revolutionären verbrannt, was die Aufmerksamkeit einer großen Menge auf sich zog, die mit Slogans die Aktion unterstützte.