Am Donnerstag hat ein erneuter Generalstreik das öffentliche Leben lahmgelegt. An den Demonstrationen gegen den französischen Staat beteiligten sich mehr als 1,7 Millionen Menschen.

Seit Anfang Dezember gehen immer wieder Millionen auf die Straße um gegen die geplante Rentenreform zu demonstrieren. Donnerstags fand der vierte Generalstreik in eineinhalb Monaten statt. Angestellte im öffentlichen Dienst, Lehrer, Erzieher, Beschäftigte im Einzelhandel, in der Gastronomie und der Industrie legten ihre Arbeit nieder. Die Beschäftigten des öffentlichen Nahverkehrs streiken durchgehend seit Anfang Dezember, was massive Auswirkungen für den französischen Staat und die Bourgeoisie hat.

Bei Kämpfen in Paris zwischen Demonstranten und der Polizei wurden mindestens 16 Polizisten verletzt und mehrere Protestierende festgenommen.

Aufgrund der anhaltenden militanten Kämpfe des Volkes rüstet der französische Staat auf. Bereits Mitte September hatte die Regierung große Mengen sogenannter ,,LBD"-Gummigeschosse bestellt. Diese werden mit einer Mündungsgeschwindigkeit von 300 km/h verschossenen, was einer Krafteinwirkung eines 20kg Betonblocks entspricht, der aus einem Meter Höhe auf den Körper fallen gelassen wird.  Laut einer Statistik von Mitte Dezember wurden bis dahin hunderte Personen durch die Polizei schwer verletzt, 25 haben ein Auge verloren und fünf eine Hand.  
Aber auch mehr Repression und staatliche Gewalt wird die gerechtfertigte Rebellion nicht schwächen, ganz im Gegenteil.