Es ist jetzt fast 15 Jahre her, dass der aus Sierra Leone stammende Asylbewerber Oury Jalloh in einer Dessauer Polizeizelle verbrannte. Seit diesen fast 15 Jahren behaupten die Institutionen des sogenannten Rechtsstaats, dass sich der Gefesselte in der Zelle selbst angezündet hätte. Trotz dieser frechen Behauptungen und juristischen Widerstände kämpfen Aktivisten weiter für die Aufklärung dieses Falles und Gerechtigkeit für Oury und seine Angehörigen. Die „Initiative Oury Jalloh“ hat nun ein weiteres unabhängiges Gutachten zu seiner Todesnacht veröffentlich.

Das Gutachten des Radiologen kommt zu dem Schluss, dass Oury Jalloh vor seinem Tod misshandelt wurde: "Nach Begutachtung der Bilddateien der Computertomographie vom 31.03.2005 des Leichnams des Oury Jalloh sind Knochenbrüche des Nasenbeins, der knöchernen Nasenscheidewand sowie ein Bruchsystem in das vordere Schädeldach sowie ein Bruch der 11. Rippe rechtsseitig nachweisbar" Damit wird ein Motiv für einen Mord klar, die Bullen wollten ihre Spuren verwischen. Doch die Justiz in Sachsen-Anhalt wird weiter alles für die Vertuschung dieses Falles tun. Das passt zum imperialistischen Chauvinismus in der BRD, nach dem die Menschen aus den unterdrückten Nationen nur als Störfaktoren vorkommen, falls sie keine gut integrierten, billigen Arbeitskräfte oder Handelspartner sind. Die klare Antwort darauf lautet:

„Oury Jalloh - das war Mord“

Diese Wahrheit wird, wie jedes Jahr, auch am 07.01.2020 wieder lautstark und kämpferisch auf die Straßen Dessaus getragen werden, ganz zum Ärger der Bullen und einiger rechter Lumpen.