Die allgemeine Krise in Bolivien verschärft sich weiter und im gleichen Maß auch der Protest und die Kämpfe des Volkes, daran haben auch die bürgerlichen Wahlen nicht geändert, im Gegenteil.

 

Die Proteste hatten vor einigen Wochen begonnen, zur eh schon miserablen Lage der Volksmassen kam noch eine massive Erhöhung der Treibstoffpreise, was das Fass zum überlaufen brachte.

 

Jetzt wurden Präsidentschaftswahlen in Bolivien abgehalten und der amtierende Präsident und Revisionist Morales hatte sich zum Sieger erklärt, zwei mal. Einmal nachdem 84% und einmal nach dem 95% der Stimmen ausgezählt waren. Die Opposition, Wahlbeobachter und breite Massen des Volkes sprechen von Wahlbetrug.

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Überall im Land setzten sich die Kämpfe gegen Ausbeutung und Unterdrückung fort. Aus allen großen Städten werden Ausschreitungen gemeldet und in der Region Santa Cruz wurde zu einem erneuten Generalstreik aufgerufen. Santa Cruz ist ein wichtiger Standort der bolivianischen Landwirtschaft und beherbergt das zweit größte Erdgasvorkommen Lateinamerikas.

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In den bürgerlichen Medien wird davon gesprochen, dass dieser Wahlbetrug neue Proteste und Zusammenstöße mit der Polizei auslöste. Das ist jedoch nur bedingt richtig, das Volk protestiert nicht nur gegen den Ausgang der Wahlen, sondern auch gegen die Wahlen der Bourgeoisie an sich. Dies zeigt sich zu einem durch die Angriffe auf Gebäude der Wahlbehörde, aber vor allem an Angriffe auf Wahllokale im Vorfeld der Stimmenabgabe.