Kategorie: Asien

( Volkskrieg )

Im Osten der Türkei wütet die Reaktion weiterhin, die belagerten Städte kommen nicht zur Ruhe. Ein Beispiel für die Situation vor Ort ist dieses Video aus Cizre, das dokumentiert, wie eine kleine Gruppe Menschen mit weissen Flaggen in der Hand versucht, eine Straße zu überqueren. Auf die Menschen wird nach kurzer Zeit das Feuer eröffnet, einige davon auch getroffen.

In Istanbul wurde am 24. Januar, dem 43. Jahrestag des Angriffes des türkischen Militärs auf die TİKKO, bei dem İbrahim Kaypakkaya schwer verletzt und Ali Haydar Yıldız getötet wurde, eine Demonstration durch die DHF (Demokratik Haklar Federasyonu – Föderation der demokratischen Rechte ) durchgeführt, die von den Bullen mit Wasserwerfern und Tränengas angegriffen wurde.

Die TİKKO (Türkiye İşci ve Köylü Kurtuluş Ordusu - Arbeiter- und Bauernbefreiungsarmee der Türkei), die geführt wird durch die TKP/ML (Türkiye Komünist Partisi/Marksist-Leninist - Kommunistische Partei der Türkei/Marxistisch-Leninistisch), führte im letzten Monat des Vorjahres und im Januar 2015 in der Türkei mehrere Aktionen durch, darunter auch in Istanbul.
Am 9. Dezember wurde von ihr bei Dersim eine Militäroperation des türkischen Staates angegriffen, wobei ein Soldat getötet wurde und mehrere weitere verletzt. Die TİKKO widmete diese Aktion drei am 21. Oktober getöteten Mitgliedern.
Am 21. Januar wurde die Autobahn zwischen Pertek in der Provinz Tunceli und Elazığ in der gleichnamigen Provinz von Angehörigen der TİKKO blockiert, um dort eine Propagandaaktion durchzuführen. Bei dieser wurden Reden gehalten und Parolen geschrieben. Beim Rückzug wurden von den Genossen Parolen gerufen. 
elazigda militanlardan eylem
Am 24. Januar wurde in Istanbul ein Lokal der AKP angezündet, dazu verkündete die TİKKO: „Wir werden die notwendigen Strafen auf Kriminelle und den Staat anwenden.“

 

Bei einem Bandh(bewaffneter Streik), der für zwei Tage in Odisha in den Bezirken Nuapada, Malkangiri und Kalahandi sowie in Teilen von Chhattisgarh ausgerufen wurde, um gegen die Operation Green Hunt (Grüne Jagd) zu protestieren, wurden am 8. Januar auf einer Baustelle in Bargarh von den Genossen Flugblätter verteilt und sie Arbeiter aufgefordert, den Bandh zu unterstützen. Danach wurden zwei Fahrzeuge und mehrere Maschinen angezündet.
In der Nacht zuvor wurde im gleichen Bezirk eine andere Baustelle ähnlich sabotiert, die Arbeiter dort berichten, dass sie von den Genossen aufgefordert wurden, die Arbeit niederzulegen, sich zu vereinen und den Kampf gegen die Regierung aufzunehmen. Beim Rückzug wurden Bäume gefällt, was den Verkehr auf einer Hauptstrasse der Gegend für sechs Stunden zum erliegen brachte.
In drei Dörfern im Bezirk Rayagada wurden am 8. Januar Poster, die das Volk zur Teilname am Bandh auffordern von den Bullen beschlagnamt.

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Am 26. Dezember letzten Jahres feierte die Kommunistische Partei der Philippinen (KPP) ihren 47. Gründungstag. Im Zusammenhang dazu gab die Neue Demokratische Front Mindanaos (NDF) zum 24. Dezember einige Zahlen heraus (alle Angaben beziehen sich auf Mindanao). So wurde auf der zweitgrößten Insel der Philippinen trotz dem Einsatz von 60 Prozent der reaktionären Streitkräfte des Landes seit 2010 die Anzahl der Guerrillafronten von 40 auf 46 erhöht, auf fünf Regionen verteilt. Dabei wurde nicht eine Front aufgelöst. Das philippinische Militär hat in Mindanao innerhalb der Operation gegen den Volkskrieg (Operationplan Bayanihan) 60 Bataillone in den Gebieten der Neuen Volksarmee (NPA) eingesetzt. Zusätzlich dazu sind dort andere Kräfte der Reaktion aktiv, die Nationalpolizei (Philippine National Police), CAFGU (Citizen Armed Force Geographical Unit), sowie andere paramilitärische Gruppen wie BULIF, Alamara, Gantangan, Bagani, Magahat, Calpet.

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Auch zu den stattgefunden Aktionen in Indien vom November und Dezember 2015 gibt es heute eine Infografik. Wie schon bei den Grafiken zu den Philippinen muss dazu gesagt werden, dass diese Aktionen lediglich diejenigen sind, über die die reaktionäre Presse berichtet, der wirkliche Umfang der Aktivitäten kann damit nicht dargestellt werden.

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Nach den Meldungen aus dem November des letzten Jahres über zunehmende Aktivitäten der Genossen in den indischen Bundesstaaten Telangana, Maharashtra, Andhra Pradesh und Odisha,  werden im Januar diesen Jahres drei weitere Bundesstaaten genannt, in deren zusammenliegendem Grenzgebiet sich neue Aktivitäten entwickeln sollen. Dabei werden die Staaten Tamil Nadu, Kerala and Karnataka genannt, welche sich im Süden des Subkontinents befinden.
Weitere Meldungen finden sich bisher nur für Kerala, durch Warnungen der Bullen, in fünf Distrikten des Bundesstaates Angriffe zu fürchten, aber auch durch durchgeführte Aktionen, wie einem Angriff auf einen Waldposten am 18. Dezember in Malappuram, bei dem drei Personen, darunter zwei Förster festgenommen wurden. Nachdem der Posten angesteckt wurde, wurden die drei wieder freigelassen.

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Zum Ende des Jahres veröffentlichen wir erstmals eine Infografik zur Übersicht über Aktionen auf den Philippinen seit dem Wechsel auf die neue Plattform. Obwohl dies natürlich keine umfassende Auflistung von Aktionen sein kann, da nur ein Bruchteil der Kampagnen und Kämpfe der Genossen  außerhalb ihrer internen Berichte dokumentiert werden, gibt die Verortung auf der Landkarte ein gutes Bild von der Ausbreitung der Aktivitäten wider.

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In einem Bericht aus Sukma, Chhattisgarh wird einiges über die Meldungen der indischen Polizei und Militärs aufgedeckt. Dabei dreht es sich um Fälle von sogenannten sich „ergebenden Maoisten“, um deren Meldungen sich die reaktionäre Presse reisst und diese Art von Berichten fast täglich publiziert. Im genannten Bericht wird gezeigt, was es mit diesen „Maoisten“ auf sich hat.

Zunächst sagen drei Männer aus, die sich am 9. Dezember als „Maoisten ergeben“ haben. Aber im Gegensatz zur dieser Behauptung der Bullen und der Presse, wird klar, dass es sich bei ihnen um Menschen handelt, gegen die Anklagen vorliegen zum Beispiel wegen angeblichem Mord an Polizisten, bei dem sie lediglich Zeuge waren oder alte Fälle, die neu ans Licht geholt wurden. Als Alternative zur Festname und einer Verurteilung wurde ihnen angeboten, sich als „Maoisten“ zu „ergeben“. An dem Tag, an dem sie sich zu dieser Inszenierung einfinden sollten, waren 23 weitere „Maoisten“ angetreten, um sich zu „ergeben“. Diese Inszenierung wurde von der reaktionären Presse gefeiert als „einen großen Erfolg für die Polizei Chhattisgarhs in ihrem Kampf gegen „Naxalismus“ (Bezeichnung der Reaktion für revolutionäre Kräfte) in der Region Bastar“.

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Während in den letzten Wochen durch die Presse verbreitet wurde, dass die Aktivitäten der Genossen in Odisha, Andra Pradesh und Telangana zunehmen, zeigen die Statistiken der Reaktion eine Zuname von „Vorfällen“, die sie den „Maoisten“ zurechnen, um 141% von 291 auf 411 im Bundesstaat Chhattisgarh. Durch eine Abnahme von „Vorfällen“ in anderen Bundesstaaten bleibt jedoch die Anzahl für ganz Indien wie im Jahr zuvor.

Am 13. Dezember, im Vorfeld der Wahlen, wurde im Peshrar Block in Jharkhand ein IED (improvisierter Sprengsatz) an einem Ort gezündet, an dem zuvor ein Banner aufgehängt wurde, das zum Wahlboykott aufrief.

Am Tag der Wahlen vom 14. Dezember feiert die reaktionäre Presse die große Wahlbeteiligung, erwähnt dabei aber ganz nebenbei, dass in einigen Dörfern die Wahlbeteiligung bei 10% lag, in einigen Orten die Wahl durch Polizei und Militär durchgesetzt und in anderen die Bevölkerung zu großen Teilen dafür bezahlt wurde, wählen zu gehen.

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In den letzten zwei Wochen bewegte sich wieder einiges in Indien, die Aktionen umfassten dabei sechs indische Bundesstaaten.
Am 25. November wurden in Kanker, Chhattisgarh mindestens 25 Fahrzeuge die zu einer Eisenerzmine gehörten in Brand gesteckt. Schon einen Monat zuvor wurden bei Kanker 26 Fahrzeuge einer weiteren Eisenerzmine zerstört.
Bei einer weiteren Aktion in Kanker wurde am 2. Dezember ein Soldat durch ein IED (improvisierter Sprengsatz) getötet und ein weiterer schwer verletzt.

In Balangir, Odisha wurde am 25. November ein Polizeiinformant festgenommen und mit dem Tod bestraft, seine Spitzeltätigkeiten wurden durch Plakate, die aufgehängt wurden denunziert.

Ebenso am 25. November wurde als Antwort auf die Luftangriffe der indischen Luftwaffe im Oktober im Raum Bastar, Chhattisgarh, ein Bandh (bewaffneter Streik) für sechs Bundesstaaten ausgerufen, welcher folgende Staaten betrifft: Chhattisgarh, Maharashtra, Madhya Pradesh, Telangana, Andhra Pradesh und Odisha.

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Am 27. November wurden bei einem Hinterhalt, der der Neuen Volksarmee (New Peoples Army - NPA) zugeschrieben wird, zwei Soldaten getötet und drei weitere, darunter ein Offizier, verletzt. Der Hinterhalt fand auf der Hauptinsel der östlichen Visayas, in der Provinz Samar statt, die Einheiten wurden wärend einer Autofahrt auf dem Maharlika Highway der Strasse die die Philippinen einmal von Norden bis Süden, mit Unterbrechung durch Fähren, verbindet unter Beschuss genommen, nachdem ein IED (improvisierter Sprengsatz) explodierte.
Drei Tage zuvor wurde im Norden der Provinz Samar bei einem Hinterhalt ein Soldat getötet und fünf verletzt. Auch hier wurde das Fahrzeug der reaktionären Streitkräfte unter Beschuss genommen, es befand sich auf dem Weg zum lokalen Hauptquartier der Soldaten. 
Am 29. November wurden drei weitere Soldaten bei einem Gefecht in Samar verletzt, bei dem angeblich ein Kämpfer der NPA getötet wurde.

Auf der südlichen Insel Mindanao gab es im Umland der Stadt Davao City am 23. November ein Gefecht bei dem ein Angehöriger der NPA getötet worden sein soll. Die Gruppe, die sich nach dem Schusswechsel mit den reaktionären Streitkräften zurückzog, soll bei Angriffen auf verschiedenes schweres Gerät in dem Zeitraum vor dem Gefecht beteiligt gewesen sein.

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