Seit Anfang Oktober kämpft das irakische Volk erbittert gegen den Staat, jetzt ist der Premierminister Adil Abdul al-Mahdi seinen Rücktritt angekündigt.

 

Seit beinahe zwei Monaten kommt es täglich zu Massenprotesten im Irak und immer wieder zu schweren Zusammenstößen zwischen Protestierenden und Repressionskräften, welche mit äußerster Gewalt versuchen die gerechte Rebellion im Blut zu ertränken. Seit beginn der Proteste wurden mehr als 360 Menschen durch Polizeikräfte ermordet.

 

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In den letzten Tagen haben sich die Kämpfe noch mehr intensiviert. So wurden mehrere wichtige Brücken im Land besetzt und mit Barrikaden blockiert. Bei der Räumung einer Brücke in Nasirija durch Sicherheitskräfte am Donnerstag wurden mindestens 13 Demonstranten ermordet und dutzenden teils schwerst verletzt. In der südirakischen Stadt Nadschaf wurde das iranische Konsulat in Brand gesetzt. Auch hier setzte die Polizei wieder scharfe Munition ein und schoss wahllos in die Menge.

 

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Irak: Randalierer setzen iranisches Konsulat in Nadschaf in Brand

 

Seit diesem Vorfall wird die gesamte Rebellion von den bürgerlichen Medien als Proteste gegen den Iran dargestellt. Der Iran ist direkter Nachbar des Iraks und versucht auch stärkeren Einfluss auf das Land zu nehmen und hat auch Milizen im Irak, wie die Badr-Organisation und die Ahl-al-Haq-Miliz. Aber nichts desto trotz ist und bleibt es der US-Imperialismus der den Irak beherrscht und in erster Linie die Ursache für das Leid des Volkes.

 

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Am Freitag forderte nun auch der Großayatollah Ali al-Sistani, die wichtigste religiöse Persönlichkeit des Iraks die Regierung auf zurück zu treten, worauf hin Premierminister Adil Abdul al-Mahdi seinen Rücktritt ankündigte.

 

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Der Kampf des irakischen Volkes richtet sich gegen jegliche Einflussnahme, Unterdrückung und Ausbeutung. Es ist ein Kampf gegen ein System, ein Kampf für Unabhängig und Nationalstaatlichkeit. Was dem irakischen Volk jedoch fehlt um diese Ziele erreichen zu können ist eine echt kommunistische Partei, die in der Lage ist einen Volkskrieg zu führen, um so die neudemokratische Revolution zu vollziehen.