Seit Anfang Oktober halten massive Proteste und Kämpfe den Irak in Atem. Mittlerweile wurden von der Reaktion mehrere hundert Demonstranten ermordet.

 Der Irak als Halbkolonie der USA leidet unter einer massiven politischen und ökonomischen Krise, unter welcher vorallem die breiten Massen leiden. Seit mehr als fünf Wochen gehen immer wieder tausende Menschen auf die Straße um gegen den Staat zu protestieren und führen harte Kämpfe gegen die Polizei. Letzten Montag legte ein Generalstreik das gesamte Land lahm, Betriebe, Geschäfte, Schulen und Behörden blieben geschlossen und Straßen und Brücken wurden besetzt um die Infrastruktur zu blockieren.         

Die Sicherheitskräfte setzen neben Tränengas auch immer wieder scharfe Munition ein, seit Anfang Oktober wurden nach unterschiedlichen Angaben 260 bis 300 Menschen durch den Staat getötet. Alleine am Samstag wurden neun Demonstranten erschossen als Polizeikräfte teilweise erfolgreich versuchten besetzte Brücken und Plätze in Bagdad und Basrar zurück zu erobern. Die Demonstranten konnten das zenrale Proteslager auf dem Tahir-Platz und die Al-Dschumhuriyah-Brücke verteidigen in Bagdad. Die Al-Dschumhuriyah-Brücke verbindet das zentrale Protestlager mit der grünen Zone, wo sich unter anderem auch die britische und us-amerikanische Botschaft befinden.

Auch nahe des Tahrir-Platzes in Bagdad kam es zu schweren Auseinandersetzungen zwischen Sicherheitskräften und Demonstranten

Es ist kein Ende der Proteste in Sicht, auch wenn Ministerpräsident Mahdi Veränderungen versprochen hat, das Volk hat kein Vertrauen mehr in die Lakaien der Imperilaisten.