Anfang Oktober gaben die Yankees ihrem Vasallen Türkei grünes Licht für die Vertreibung der Völker Nordsyriens, insbesondere der Kurden. Diese sogenannte Sicherheitszone wird nun auch von der hegemonialen imperialistischen Macht in Syrien unterstützt: Putin und Erdogan einigten sich am Dienstag auf ein gemeinsames Vorgehen. Demnach soll eine „Pufferzone“ entstehen, aus der die dort lebenden Kurden vertrieben werden sollen. Anders als von den türkischen Kriegstreibern ursprünglich angedacht, soll ein Teil dieser Zone von der syrischen Armee kontrolliert werden, mit russischer Unterstützung. Laut dem russischen Verteidigungsministerium ist ihre Militärpolizei bereits nach Kobane eingerückt. Das türkische Kriegsziel, die kurdische YPG zu vertreiben, soll aber für die gesamte Zone bestehen bleiben. Mit diesem verschlagenen Vorgehen des russischen Imperialismus will er die territoriale Integrität Syriens bewahren und über diese Stärkung seines syrischen Vasallen seine eigene Machtstellung in der Region weiter ausbauen. Dies gelingt ihm mit den gegenüber der Türkei beschlossenen Zugeständnissen.

Das Opfer auf diesem Altar des Imperialismus sind die syrischen Kurden, die für diese völkermörderische Politik zum Abschuss freigegeben werden. So wurden bereits in den ersten Tagen der türkischen Invasion kurdische Gefangene von pro-türkischen Milizen ermordet. Auch einige führende deutsche Politiker fordern, dass sich Deutschland stärker an einer imperialistischen Aggression gegen Syrien beteiligen solle. Man wolle selbst eine „Schutzzone“ schaffen. Dieser Vorstoß ist ein Ausdruck der immer frecheren Supermachtsambitionen des deutschen Imperialismus, über die sich selbst Regierungspolitiker der SPD irritiert zeigten.