In den letzten 24 Stunden hat die Türkei ihren langfristig vorbereiteten Angriff auf Syrien, mit ihren Einsätzen gegen die YPG Stützpunkte in dem Land, begonnen und damit sowohl dessen Souveränität als auch internationales (bürgerliches) Recht verletzt. Einmal mehr wird Syrien unter dem Vorwand des „Kampfes gegen den Terrorismus“ in die Instabilität gerissen. Der Yankee Imperialismus, nach dem er die YPG und angelehnte Kräfte zunächst unterstützte, hat diese jetzt mir dem Zurückziehen seiner Unterstützung und dem Abzug seiner Truppen zum Abschuss freigegeben, in dem er für den Angriff der türkischen Armee das Feld geräumt hat. Das dieser Angriff unausweichlicher Weise mit dem Rückzug der US Truppen einhergehend würde, lag für jeden, der jemals Präsident Erdogan über seine deutlichen Absichten hat sprechen hören, auf der Hand.
 
Das der Yankee Imperialismus die YPG auf diese Art hintergeht kommt für viele Revolutionäre nicht als Überraschung. Bereits in 2016 hat die Genossin Becker die Wahrscheinlichkeit genau jener Situation hervorgehoben, die sich aktuell entwickelt. Der Yankee Imperialismus schert sich nicht um den gerechtfertigten Kampf des kurdischen Volkes für seine Nation, sondern verfolgt eine eigene Agenda und ordnet sich, als einzige hegemoniale Supermacht in der Welt, keinen Absprachen mit der PKK unter, sondern bricht Allianzen und Waffenruhen wie es ihm in der Verfolgung seiner Interessen passt.
 
In dieser Hinsicht hat der Yankee Imperialismus die YPG zwei Rollen spielen lassen: Ersten, als Bodentruppen in Syrien, ihren Vormarsch in das Land im Kampf gegen den sogenannten Islamischen Staat mit Luftschlägen, Waffenlieferungen und Aufklärung absichernd. Jetzt, in Syrien in Stellung, werden sie als Ziel der türkischen Armee benutzt, um als Vorwand zu dienen in Syrien einzumarschieren. Hier zeigt sich der zynische Verrat des US Imperialismus. Der schnelle Übergang zwischen dem Abzug des US Truppen hin zum Angriff der Türkei spricht Bände: Die türkische Armee hat nicht mal eine Woche gebraucht um ihren Angriff vorzubereiten. Stattdessen sind die US Truppen passenderweise in dem Moment abgezogen wo die türkische Armee nicht nur bereits vorbereitet war sondern tatsächlich auch innerhalb von Tagen zuschlägt. In dieser Frage treten die Absprachen die der US Imperialismus gemacht hat offen zu tage.
 
Unabhängig davon, was mache behaupten mögen, und davon, was der türkische Staat selbst für ein Bild zu vermitteln versucht  - die Türkei ist kein imperialistisches, eigenständiges Land sondern ein halbfeudales und halbkoloniales Land, in dem hauptsächlich der US Imperialismus seine Interessen durchsetzt. Jetzt ist mehr als offensichtlich geworden, wie die Strategen der Yankees beide Seiten des Konflikts gegeneinander ausspielen um ihr langfristiges Ziel in der Region zu erreichen: Die Balkanisierung der souveränen Nationalstaaten. D.h. die Zerschlagung dieser in kleinere Stückchen, damit diese sich in einer geschwächten Ausgangslage befinden, einfach zu beherrschen und leicht gegeneinander aufzuhetzen sind, damit die Massen die Massen und die Völker die Völker gegenseitig zur Strecke bringen statt ihren gemeinsamen Feind, den Imperialismus. Der Balkan, aber genauso die Zerschlagung der Zentralregierung im Irak und die Machtübertragung an die verschiedenen lokalen Feudalmachthaber, zeigen wie sie vorgehen.
 
Für diese Aufgabe dient die türkische Armee, die zweitgrößte in der NATO, – mit ihrer Geschichte die im Blut der Völker der Türkei und darüber hinaus geschrieben steht, die durch sie Völkermord, Vergewaltigung und Plünderung erfahren haben – dem dem Zweck des US Imperialismus. Ihr Angriff au die YPG in Syrien stiftet weitere Destabilisierung des Landes und bedeutet für sein Volke mehr Genozid, mehr Blutvergießen und mehr Gewalt als Resultat des Kampfes der Imperialisten für die Neuaufteilung der Welt. In diesem Licht muss sich darin widerbestätigt werden, dass der Kampf gegen die imperialistische Aggression, egal bei wem, gerechtfertigt ist und, dass es an den wahren kommunistischen Kräften in den jeweiligen Ländern liegt die Aufgabe aufzunehmen Vortruppe in diesem Kampf zu sein.