Kategorie: Afrika

( Südafrika )

Im Stadtteil Marikana wehren sich die Bewohner gegen Räumungen und Zerstörung von täglich ca. 100 Hütten durch gewaltsame Proteste und Plünderungen, wobei z.B. die in den Geschäften erbeuteten Getränke umsonst weitergegeben wurden. Die Polizei war trotz massiven Einsatzes von Tränengas und Blendgranaten mit der Lage sichtlich überfordert, so wurde eine Streife durch ein flüchtendes Fahrzeug gerammt und eine andere von hunderten Bewohnern umringt und angegriffen um an Benzin für Brandbomben zu kommen. Die Räumungen erwiesen sich als nutzlos, da die Bewohner die zerstörten Gebäude über nacht stets wieder errichteten.

Barackenbewohner griffen Autos und Kraftfahrer mit Steinen an, nachdem ihre Wohnungen vom Staat zertört wurden. Die Demonstranten wurden daraufhin von der Polizei vertrieben.

In einem Stadtteil von Cape Town eskalierte ein Protest im Laufe des Tages zu einem Aufstand, bei dem Feuer entzündet und Geschäfte geplündert wurden. Die Polizei wurde massiv mit Steinen und Flaschen attackiert, der Stadtteil wurde für die Öffentichkeit gesperrt und die Polizei war erst nach mehreren Stunden in der Lage die Bevölkerung in den Griff zu bekommen.

Obwohl die “linke” Gewerkschaft NUMSA (National Union of Metalworkers of South Africa) die Streiks der Metallarbeiter befrieden und entschärfen will, führen diese einen starken und militanten Kampf. So wurde in Pretoria ein Brandanschlag sowohl auf das Gesundheitsministerium als auch auf ein Unternehmen in der Metallverarbeitung verübt.
Die Reaktion beantwortete die Arbeitskämpfe mit Angriffen auf Arbeiter, so wurde auf Teilnehmer einer Versammlung mit scharfer Munition geschossen.
Von den über 340.000 bei der NUMSA organisierten Arbeitern nehmen mehr als 220.000 an den Streiks in Unternehmen der Stromerzeugung, Elektrotechnik, Telekommunikation, Stahl- und Kunststoffproduktion teil.

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