Kategorie: Afrika

( Marokko )

Im Oktober 2016 wurde Mohsen Fikri in der marokkanischen Küstenstadt Al-Hoceima brutal von Bullen ermordet, seit dem gibt es Widerstand.

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Die Kämpfe des Volkes in der Rifregion in Marokko gehen weiter. Die Proteste, zu denen eine Übersetzung der Erklärung des Aktions- und Unterstützungskomitees der Kämpfe der marokkanischen Völker publiziert wurde, werden von der Reaktion massiv angegriffen. Mehrere Personen wurden abseits von Demonstrationen oder Protestaktionen aus ihren Wohnungen heraus verhaftet, die Reaktion spricht von über 86 Menschen, die sie festgenommen haben.
manifestation maroc 6

Bei den Protesten werden auch weiterhin Personen verletzt, so am 8. Juni, als ein Polizist und ein Demonstrant durch Steinwürfe bzw. Polizeigewalt verletzt wurden. Die nächtlichen Demonstrationen finden seit zwei Wochen täglich statt.
Am 11. Juni versammelten sich (laut Polizeiangaben) mehr als zehntausend in Marokkos Hauptstadt Rabat und protestierten gegen die Korruption im Land, den Mord an Mohsen Fikri und erklärten sich solidarisch mit den Kämpfen in Hoceima.

An diesem Tag fanden auch Proteste im Norden des Landes, in Imzouren statt. In dieser Stadt gibt es ebenso wie in Hoceima regelmässige Demonstrationen. Bei allen Demonstrationen ist zu sehen, dass sich viele Frauen kämpferisch beteiligen.
Manifestation Imzouren Rif marocain 11 2017 0 729 457

Wir dokumentieren hier eine inoffizielle Übersetzung einer Erklärung von Muntasser Elkhatabi


DAS RIF*, REGION ALLER WIDERSTÄNDE, VON GESTERN BIS HEUTE!

Die Kämpfe die die Volksmassen des Rif für mehr als sieben Monate geführt haben können nicht in ihrem politischen Wert begriffen werden, wenn man den historischen Kontext in dem sie stattfinden nicht in Betracht zieht. Die Geschichte dieser Region wurde immer aus Widerstand und Kampf gebildet, und dies für mehrere Jahrzehnte. Wir werden nicht alle Etappen des Kampfes dieses heldenhaften Volkes eingehen, sondern uns auf die Periode des Aufkommens des Widerstandes gegen Kolonialismus und die reaktionäre marokkanische Macht konzentrieren.

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Wir dokumentieren hier eine inoffizielle Übersetzung einer Erklärung des Aktions- und Unterstützungskomitee der Kämpfe der marokkanischen Völker:


DIE KÄMPFE DER VOLKSMASSEN DES RIF* SIND GERECHT UND LEGITIM!
DIE REPRESSION DES REAKTIONÄREN SYSTEMS KANN NIEMALS DEN REVOLUTIONÄREN FUNKEN LÖSCHEN, DER DIE REGION SEIT LANGEM ENTZÜNDET!

Seit mehr als sieben Monaten kämpfen die Volksmassen im Norden von Marokko – die Rifrevolution – unermüdlich und anhaltend seit der feigen Ermordung des Jugendlichen Mohsen FIKRI durch die Schergen der reaktionären marokkanischen Regierung.

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Moucine Fikri wollte 500 Kilogramm Schwertfisch verkaufen. Ein Vertreter der Fischereibehörde im Küstenort Al Hoceïma ließ die Ware beschlagnahmen und vernichten. Der Kleinhändler sprang in den Müllwagen, um die Schwertfische zu retten und wurde dort zerquetscht. Das Volk reagiert mit großen Protesten.

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In Marokko finden momentan in mehreren Städten Kämpfe von Studenten und Arbeitern statt. Hauptforderung der Studenten ist dabei der freie Zugang zu Bildung, bei Streiks fordern Arbeiter in verschiedenen Bereiche ihre Rechte ein.

Wir dokumentieren hierzu eine Übersetzung eines Aufrufs des Komitees zur Aktion und Unterstützung der Kämpfe des marokkanischen Volks:

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Alaa Derbali ist ein Student der Universität von Marrakesch, der sich an den dortigen Kämpfen gegen hohe Lebenshaltungskosten beteiligte und dabei auch festgenommen wurde. Seitdem befand er sich für zwei Jahre im Knast Boulmharez in Haft und nahm auch an einem 47-tägigen Hungerstreik teil, unter dessen Nachwirkungen er seitdem leidet. Am 21. Februar wurde er ein weiteres Mal festgenommen, als er sich an Protesten in Marrakesch beteiligte. Seitdem sitzt er in Oudaia im Knast.

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Die Genossen Aziz Elkhalfawi und Radwan Aladimi wurden am 16. April nach 7 Monaten illegaler Haft im Knast in Marrakesch freigelassen. Die weiteren 4 am Hungerstreik beteiligten Gefangenen bleiben weiterhin der Willkür der Wächter in den jeweiligen Gefängnissen ausgesetzt.

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Wir dokumentieren hiermit eine Übersetzung einer Mitteilung der hungerstreikenden politischen Gefangenen in Marokko, die in den Knästen in Rabat, Tiznit und Marrakesch einsitzen. Schon im Dezember 2014 gab es einen Bericht über einige der Genossen in Marokko.

Die Gruppen Aziz Elkhalfawi und Aziz Elbour der Gefängnisse Boulmharez und Oudaia in Marrakesch führen einen unbefristeten Hungerstreik durch.

Wir setzen unseren Kampf in den Gefängnissen Boulmharez und Oudaia in Marrakesch gegen die katastrophalen Realitäten, in denen wir leben, fort und stehen der systematischen Verweigerung unserer Forderungen seitens der Gefängnisadministrationen gegenüber, trotz mehrerer Hungerstreiks, die wir durchgeführt haben.

Wir denunzieren außerdem Misshandlungen und täglichen Drohungen, denen wir in unseren Gefängnissen jeden Tag entgegenblicken – ob in der Form von Beleidigungen, Mobbing, körperliche Übergriffe von Wachen, Offiziellen, Direktoren und Präsidenten unserer Gefängnisse.

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Anfang der Woche gelangten über den Seeweg mehr als 1.200 Flüchtlinge auf mehr als 120 Booten nach Südspanien, zeitgleich wurden massiv die Zäune der spanischen Kolonie Melilla in Marokko überklettert, hier erreichten über 80 Menschen europäisches Gebiet.