Kategorie: Afrika

( Südafrika )

In Südafrika sind erneut Studentenproteste aufgeflammt. Vergangenes Jahr war eine Erhöhung der Studiengebühren wieder zurückgenommen worden, nachdem landesweit von Studenten protestiert wurde. September diesen  Jahres wurde nun erneut eine Erhöhung der Studiengebühren angekündigt, was das Fass zum überlaufen brachte. Seit Ende September kommt es immer wieder zu großen Demonstrationen und heftigen Kämpfen mit der Polizei und den privaten Sicherheitskräften der Universitäten in den großen Städten des Landes. So gibt es beispielsweise in Johannesburg immer wieder Kämpfe zwischen Demonstranten und Polizei und Sicherheitskräften, bei denen Demonstranten Steine werfen und die Polizei mit Gummigeschossen, Tränengas und Schockgranaten um sich schießt. Bei anderen Kämpfen warfen die Demonstranten mit Molotowcocktails. Ähnliche Szenarien auch in Pretoria. In einer Universität in Kapstadt zündeten Demonstranten den Eingang des Hauptgebäudes, das Informationszentrum und Fahrzeuge der Sicherheitskräfte an. An einer Universität in Durban kam es zu Zusammenstößen zwischen Polizei und Protestierenden. Mehrere Universitäten wurden vorübergehend geschlossen. Am 20. Oktober schossen Bullen einer Studentenführerin aus nächster Entfernung neun Mal mit Gummigeschossen in den Rücken. Sie wird seitdem im Krankenhaus behandelt.

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Die sich im Oktober über das ganze Land ausgebreiteten Proteste von Studenten gehen auch im November kämpferisch weiter, am 13. November gab es in Kapstadt Auseinandersetzungen mit Bullen und Feuer wurden gelegt. Die Polizei reagierte mit Tränengas und nahm mehrere Protestierende fest.

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Seit dem 16. Oktober gingen in Südafrika Studenten gegen Studiengebühren auf die Straße. Diese sollten um über 11,5% angehoben werden. Dabei beschränkten sich die Proteste nicht auf die Hauptstadt, sondern fanden an fast allen Universitäten Südafrikas statt. Die Unis befanden sich teilweise tagelang in Belagerungszustand, ihr Betrieb wurde ausgesetzt. Am 21. Oktober gab es eine Demonstration vor dem Parlament in Kapstadt, die von der Polizei mit Schockgranaten und Tränengas angegriffen wurde. Auch eine zwischenzeitlich vom Bildungsminister versprochene reduzierte Anhebung der Studiengebühren um 6% konnte die Proteste nicht untergraben.

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Am 8. April versuchten Bullen in Cosmo City, einem Vorort von Johannesburg, ein Haus zu räumen, um es danach zu zerstören. Die Bewohner des Orts setzten sich gegen diese Maßnahme zu Wehr, zeitweise waren tausende Menschen auf den Straßen, um die Polizei zu vertreiben. Nach heftigen Steinwürfen mussten die Bullen sich zurückziehen und konnten nur dazu übergehen Straßen zu blockieren und die Demonstranten mit Gummigeschossen und Tränengas anzugreifen.
Am Rande der Kämpfe wurde eine Person mit Schussverletzungen ins Krankenhaus eingeliefert, ein Fahrzeug der Einsatzkräfte gekapert und ein Transporter, der eine Fastfood Filiale im Ort beliefert geplündert und die Filiale selbst demoliert. Auch vorbeifahrende Fahrzeuge wurden mit Steinen beworfen.

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Am 6. März wurde von etwa 300 Schülern einer Kapstadter Schule ein Protest vor dem zuständigen Bildungsministerium organisiert, um gegen den Mangel an Schulbüchern, den Zustand von und Mangel an Klassenzimmern zu demonstrieren.
Nachdem die Demonstration sich nach Aufforderung der Bullen weigerte, den Platz zu verlassen, ging diese mit Schockgranaten und einem gepanzerten Fahrzeug massiv gegen die Schüler vor.

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In mehreren Städten in Südafrika gab es erneut Aufstände, weil die Wasser und Stromversorgung in den Regionen ausbleibt.
In Majakaneng, einem Vorort von Pretoria gab es am 2. Februar eine Versammlung von über 400 Menschen, die die Hauptverkehrsstrasse der Gegend mit brennenden Reifen und einem gekaperten, in Brand gesteckten Bus blockierten.
Der Protest hielt bis zum 4. Februar an, die Strasse blieb weiter unbenutzbar, weitere Fahrzeuge standen dort in Flammen. Ein Bischof, der die Lage beruhigen wollte wurde mit Steinen verjagt, die Polizei versuchte die Demonstranten mit Gummigeschossen zu vertreiben.
Am 4. Februar gab es zudem Ausschreitungen in einem Vorort Johannesburgs, Mohlakeng, wobei über 1500 Menschen diverse Strassen blockierten und Streiks von Arbeitern und Schülern initiierten.
Der Aufstand startete zunächst als Protestmarsch, nachdem die Polizei diesen mit Gummigeschossen angriff entlud sich der Zorn des Volkes. Das Rathaus, die Bibliothek, ein Krankenhaus, das Selbstverwaltungsministerium, sowie den Wohnsitz der Bürgermeisterin und ihre Autos wurden abgefackelt. Der Hauptgrund, warum sich die Wut auf das Eigentum der Reaktionärin im Rathaus entlud, war ihr von Demonstranten mitbekommener Befehl an die Polizei “auf diese Hunde zu schiessen”.

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Während die internationale Presse und die Herrschenden in Südafrika heute Nelson Mandela an seinem 1. Todestag als „großen Revolutionär“ feiern, zeigt sich im Land selbst, was für eine Art von „Revolution“ dort stattgefunden hat. Die Unterdrückung und Ausbeutung ist weiterhin groß, die Armen werden vom Staat vernachlässigt, vertrieben und totgeschwiegen. Es werden weiterhin reaktionärste Praktiken wie die Entführung  von Mädchen und Frauen mit anschließender Zwangsheirat vom Staat toleriert.
Der Zorn des Volkes ist aber auch durch noch so hoch gelobte Helden und bombastischer Feiern nicht zu bändigen, so demonstrierten am 3. Dezember Bewohner des Johannesburger Stadtteils Lawley gegen abgeschalteten Strom, in Limpopo wegen fehlender Wasserversorgung, die die Menschen dazu zwingt, sich mit Schubkarren das benötigte Wasser aus dem Nachbarort zu transportieren, ausserdem wurden am 2. Dezember in Plangweni ein 19-jähriger und eine 34-jährige von den Bullen erschossen. Nachdem sich ein LKW überschlug und seine Ladung, Reis und Zucker, auf der Strasse landete, waren offenbar Polizisten selbst die Ersten, die dort die Ladung plünderten. Nachdem Passanten dazu kamen und selbst anfingen, sich Nahrungsmittel zu beschaffen, eröffneten die Staatsdiener mit scharfer Munition das Feuer auf sie. Neben den 2 Ermordeten wurden 11 Menschen verletzt, am heutigen Tag ist eine Demonstration und ein Marsch zur Polizeistation geplant.

Im Brachland einige Kilometer von der Hauptstadt Pretoria entfernt hatten Menschen Land abgesteckt und begonnen Hütten zu errichten. Da der Staat, auch wenn das Land zu nichts zu gebrauchen ist, dem Volk nicht erlauben kann sich zu nehmen was es braucht, schickte er am 12. November ein Aufgebot von Polizisten vor Ort, die mit Gummigeschossen auf die Siedler feuerten. Diese setzten sich mit Steinwürfen und brennenden Barrikaden zur Wehr und haben angekündigt zurückzukehren und den Kampf fortzuführen, sowie das ihnen zustehende Land weiter zu bebauen.

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Wie zuvor schon an anderen Orten in Südafrika gab es auch in Kirkwood ab dem 23. September massive Ausschreitungen. Neben brennenden Barrikaden und Steinwürfen wurde auch ein Gemeindezentrum niedergebrannt.
Auch hier sind die unmittelbaren Gründe für die Wut des Volkes die miserablen Zustände bei der Grundversorgung. Hier, wie auch bei anderen Protesten zuvor zeigen die Waffen des Volkes ihre Wirkung. Auch wenn den Aussagen kein Glauben geschenkt werden kann, hat der Staat sofort versprochen, die Mängel bei der Strom- und Wasserversorgung und anderen Dingen zu reduzieren.

Im Johannisburger Township Tembisa wurde am 29. August von Bewohnern aus Protest gegen die Zustände in ihrem Viertel ein Strassenkampf gegen die Polizei geführt. Auf mehren Strassen wurden Barrikaden errichtet, die beim Eintreffen der Polizei verlassen und an anderen Stellen erneut aufgebaut wurden, auch eine Haupstraße des Viertels war über Stunden nicht nutzbar. Die Bewohner des Stadtteils forderten Energie- und Wasserversorgung für Tembisa.
In Südafrika zeigt sich der Hass der unterdrückten Massen immer wieder sehr stark, sie schrecken auch nicht davor zurück, sich mit gerechtfertigter Gewalt das zu erkämpfen, was ihnen zusteht.